Hamburg, 17. März 2020. Seit 2018 können TK-versicherte Arbeitnehmer in Hamburg ihren gelben Schein für die Krankschreibung digital übermitteln. "Nach aktuellem Stand sind seit dem Projektstart in Hamburg bereits 15.000 digitale Bescheinigungen bei der Techniker Krankenkasse (TK) eingegangen", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. Mit großem Erfolg führte die TK das Pilotprojekt der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) bereits 2017 in Schleswig- Holstein ein. Weil das Angebot so häufig genutzt wurde, zogen auch Hamburg und Nordrhein-Westfalen nach. Im Juli 2019 ging die 100.000 digitale AU bei der TK ein. Mittlerweile wurden mehr als 165.000 Krankschreibungen digital übermittelt. 

Nur ein Klick

Bisher muss eine Ausfertigung der Bescheinigung zum Arbeitgeber geschickt werden, die andere zur Krankenkasse. Die dritte behält der Versicherte für seine eigenen Unterlagen. Bei der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird der gelbe Schein per Mausklick elektronisch an die TK übermittelt. Auch den Durchschlag der AU für den Arbeitgeber müssen TK-versicherte Arbeitnehmer nicht mehr persönlich oder auf postalischem Wege einreichen. Seit 2018 können Arbeitgeber den gelben Schein einfach elektronisch anfordern, sofern der Patient in der Arztpraxis einer elektronischen Übermittlung der AU-Bescheinigung zugestimmt hat. Die Arbeitnehmer müssen sich im Krankheitsfall somit nur noch telefonisch krank melden. "Durch die digitalisierte Übermittlung gelangt die Krankschreibung auf dem schnellsten Weg zur Krankenkasse und zum Arbeitgeber. Die Zahlen zeigen, dass die eAU von Ärzten und Versicherten angenommen und genutzt wird", sagt Puttfarcken. Zu den teilnehmenden Arbeitgebern gehören bisher das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und die TK. 

Künftig Millionen Papierzettel einsparen

Der optimierte Prozess hat für alle Beteiligten Vorteile. "Durch die eAU können sich die Versicherten ganz auf ihre Genesung konzentrieren", so Puttfarcken. Der gesamte Ablauf ist auf wenige Arbeitsschritte beschränkt, sodass die Daten schnell und vor allem sicher übermittelt werden können. Auch die Umwelt profitiert davon - pro Jahr könnten dadurch 225 Millionen Bescheinigungen in Papierform wegfallen und dadurch mehrere Tonnen Papier eingespart werden.

Hintergrund

Weitere Informationen zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gibt es online auf tk.de (Suchnummer 2042192).