Bisher läuft es im Krankheitsfall so ab: Der Arbeitnehmer bekommt vom Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) in dreifacher Ausführung - zur Vorlage bei der Krankenkasse, beim Arbeitgeber und für die eigenen Unterlagen. Das verursacht Tonnen von Papiermüll und vor allem viel Aufwand für die Patienten. Jedes Jahr werden bundesweit etwa 75 Millionen Krankmeldungen ausgestellt - und das in dreifacher Ausführung. Durch die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) könnten damit künftig insgesamt 225 Millionen bedruckte Blätter eingespart werden.

TK-Pilotprojekt vereinfacht den Prozess

Die TK hat im September 2017 ein Pilotprojekt für die digitale Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gestartet. Ärzte, die am Projekt teilnehmen, können die AU-Bescheinigung einfach per Mausklick an die TK übermitteln. Versicherte müssen sich nicht mehr selbst um den Versand des gelben Scheins kümmern. Auch die Übermittlung der Ausfertigung für den Arbeitgeber erfolgt im Pilotprojekt bereits digital. Als erste Arbeitgeber sind die TK und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) angebunden.

Wissenswertes zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung 

Wie funk­tio­niert die elek­tro­ni­sche Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung?

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eAU ab Herbst bundesweit eingeführt

Ab dem 1. Oktober 2021 wird die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bundesweiter Standard. Der gelbe Schein wird in Zukunft automatisch von der Arztpraxis an die Krankenkasse übermittelt. Versicherte müssen die Bescheinigung nicht mehr selbst an ihre Kasse schicken. 

Die digitale Übermittlung der Bescheinigung für den Arbeitgeber soll ab Juli 2022 folgen. Der Datenaustausch zwischen Arbeitgebern und Krankenkassen erfolgt durch eine gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung.

Blogbeitrag: Digitale Angebote für TK-Versicherte