Düsseldorf, 16. Oktober 2020. Fast 30 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen (NRW) trauen sich nicht zu, im Notfall Erste Hilfe zu leisten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Dabei kann Erste Hilfe lebensrettend sein - egal ob im Beruf, in der Freizeit oder im Straßenverkehr. Zwar geben 91 Prozent der Befragten in NRW an, schon mal einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert zu haben. Bei jedem Vierten (28 Prozent) ist das aber länger als 20 Jahre her.

Viele fühlen sich überfordert 

Barbara Steffens, Leiterin der TK in NRW: "In Deutschland gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, den Erste-Hilfe-Kurs zu wiederholen. Die meisten haben ihn mit ihrem Führerschein gemacht und danach nie wieder. Deshalb fühlen sich viele in Notfallsituationen überfordert." Um das einmal Gelernte wieder aufzufrischen, hat die TK in Kooperation mit dem Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC) eine Erste-Hilfe-App fürs Smartphone entwickelt. Die Anwendung "TK-RescueMe VR" wird anlässlich des weltweiten "World Restart a Heart Day" veröffentlicht und steht allen Interessierten kostenlos zur Verfügung.

Hilfe leisten mit Virtual Reality

Mittels Virtual Reality lernt man in einem interaktiven Video die Herzdruckmassage unter wirklichkeitsnahen Bedingungen. Dazu benötigt man nur ein Smartphone und ein sogenanntes Cardboard, das es bereits für ein paar Euros gibt. Die Schulung dauert rund zehn Minuten. Die App ersetzt zwar keinen Erste-Hilfe-Kurs, aber sie ist eine hilfreiche  Unterstützung für den Notfall.

Hinweis für die Redaktion

Für die bisher unveröffentlichte bevölkerungsrepräsentative, telefonische Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK im Dezember 2019 1.002 Menschen in Deutschland über 18 Jahre zum Thema Erste Hilfe befragt. Grafiken zu den Ergebnissen gibt es im TK-Presseportal. Die Erste Hilfe App "TK-RescueMe VR" ist kostenlos bei Google Play und im Apple-Store erhältlich. Kostenlose Infomaterialien zu Aufklärung bietet auch der Deutsche Rat für Wiederbelebung in seinem Onlineauftritt ww.grc-org.de.