Bremen, 27. April 2020. In der aktuellen Corona-Pandemie können jetzt auch Bremer Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) ihre Angststörung in den eigenen vier Wänden selbst behandeln: Die Virtual Reality nutzende Angsttherapie Invirto ist ab sofort bundesweit verfügbar. Mit der psychotherapeutischen App, Übungen zur Angstbewältigung und therapeutischer Begleitung durch Videotelefonate ist eine Behandlung von zu Hause aus möglich. Für die Teilnahme an der Therapie können Versicherte unter der Telefonnummer 040 - 30 92 47 13 jetzt ganz einfach ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten für die Invirto-Therapie vereinbaren. Das Erstgespräch mit einer umfangreichen psychotherapeutischen Diagnostik erfolgt während der Corona-Pandemie per Videotelefonie mit einem Therapeuten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH). 

Leitliniengerechte Psychotherapie in den eigenen vier Wänden

Die TK bietet ihren Versicherten Invirto seit Februar als erste Krankenkasse an. Bislang war es notwendig für die Erstdiagnostik in den Räumen der UKSH in Lübeck oder Kiel vorstellig zu werden.  Durch die aktuell geltenden Corona-Sonderregelungen ist ein persönlicher Besuch im UKSH nicht mehr notwendig. Daher kann die TK ihren Versicherten das Angebot bundesweit zur Verfügung stellen. "Es ist gut und wichtig, dass wir unseren Versicherten jetzt eine komplette leitliniengerechte Psychotherapie per Fernbehandlung bieten können", erklärt Susanne Klein, Leiterin der TK-Landesvertretung Bremen. Schließlich leiden laut Studien zehn Millionen Menschen in Deutschland im Verlauf eines Jahres an einer Angststörung. Sie ist damit eine der häufigsten psychischen Erkrankungen.

Digitale Bilder - reale Ängste 

Die Teilnehmer können innerhalb von etwa vier Wochen die App-gestützte Therapie absolvieren. Das Programm umfasst therapeutische Videos, angeleitete Übungen und Virtual-Reality-Szenen wie Aufzug- und U-Bahnfahrten oder Menschenansammlungen, die einen neuen Umgang mit der Angst von zu Hause aus erlauben. Damit entsprechen Inhalte und Umfang von Invirto einer Kurzzeitpsychotherapie. 

Patient entscheidet selbst

Kernstück der vom Hamburger Start-up Sympatient entwickelten Therapie ist die Konfrontation mit angstauslösenden Situationen nach therapeutischen Prinzipien. "Anders als bei einer klassischen Psychotherapie mit einem einstündigen Besuch beim Therapeuten pro Woche, kann bei Invirto jeder Patient selbst entscheiden, wann, wie oft und wo er die verschiedenen Module nutzt", so Klein. Nach dem Erstgespräch bekommen die Teilnehmer die VR-Brille und einen App-Zugang nach Hause geschickt. Gerade in Corona-Zeiten werden dadurch persönliche Kontakte verhindert und damit auch das Ansteckungsrisiko minimiert. 

Notfallnummern bieten direkten Kontakt

Im Behandlungsverlauf erfasst die App regelmäßig die psychische Situation der Teilnehmer anhand eines Fragenkatalogs. Wenn die Teilnehmer eine Verschlechterung ihres psychischen Zustands spüren, haben sie direkten Zugang zu Notfallnummern und können sofort hilfreiche Übungen wiederholen. In Krisenfällen nehmen spezialisierte Mitarbeiter der Klinik mit den Teilnehmern direkt Kontakt auf.

Weitere Infos unter www.invirto.de sowie unter www.tk.de (Suchnummer 2075184).