Hamburg, 12. Februar 2019. Immer mehr Ärzte nutzen die "elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung" (eAU) der Techniker Krankenkasse (TK). Seit Beginn des Pilotprojekts im September 2017 haben 85 Ärzte in Hamburg rund 3.900 Atteste von mehr als 2.400 TK-Versicherten digital an die TK versandt.

"Mit der digitalen Krankschreibung sind wir auf einem guten Weg. Das elektronische Verfahren baut Bürokratie ab und ist für alle Beteiligten einfacher, schneller und preiswerter. Unser Ziel ist es, auf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Papierform künftig komplett zu verzichten", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg.

Bereits 600 Anfragen von Projekt-Arbeitgebern

Die TK hat das Pilotprojekt seit Juli 2018 erweitert und ermöglicht zusätzlich die digitale Übermittlung der Krankmeldung an den Arbeitgeber. Als erste Arbeitgeber sind das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und die Techniker Krankenkasse angebunden.

Stimmt der Versicherte der elektronischen Übermittlung zu, leitet die TK auf Anfrage dem Arbeitgeber die eAU weiter. Die eAU wurde seitdem insgesamt etwa 600 Mal vom Arbeitgeber angefragt. Der Versicherte meldet sich lediglich mündlich bei seinem Arbeitgeber krank.

Gesetzgeber muss rechtliche Voraussetzungen schaffen

Krankenkassen können bislang nur mit umfangreichen Einzelvereinbarungen zwischen Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Krankenkasse die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den Arbeitgeber elektronisch versenden. Aufgrund von rechtlichen Vorschriften wird der gelbe Schein bisher nicht direkt von der Krankenkasse an den Arbeitgeber übermittelt. Eine lückenlose Übertragung ist somit nicht möglich.

"Die digitale Infrastruktur für eine unkomplizierte Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung besteht bereits. Nun müssen aber auch die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Krankenkasse die Arbeitsunfähigkeiten regelhaft an den Arbeitgeber weiterleiten darf", sagt Puttfarcken.

Im weiteren Verlauf des Projekts möchte die TK auch für die Versicherten die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung digital zur Verfügung stellen.

Hinweis für die Redaktionen

Weitere Informationen zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sowie Fragen und Antworten zur eAU sind online unter tk.de verfügbar.