Mit TK-Safe gut gerüstet für die ePA ab 2021

Drei Viertel der Deutschen stehen der Einführung von elektronischen Patientenakten positiv gegenüber. Und die meisten von ihnen wollen diese auch verwenden. Das geht aus der  TK-Studie Homo Digivitalis (PDF, 1,3 MB, nicht barrierefrei)  zur digitalen Gesundheitskompetenz hervor. Zusammen mit IBM hat die TK deshalb die elektronische Gesundheitsakte "TK-Safe" entwickelt. Seit Mai 2019 ist die Testphase abgeschlossen und  TK-Safe läuft im Live-Betrieb . Damit haben nun 10,4 Millionen TK-Versicherte einen direkten Zugang zu ihren Gesundheitsdaten. Das Besondere: Der Versicherte startet auf Wunsch mit einer "gefüllten" Gesundheitsakte. Die TK kann die jeweiligen Abrechnungsdaten in die Gesundheitsakte laden. Daraus ergibt sich ganz unkompliziert eine Übersicht in Timeline-Optik.

Ziel muss es jedoch sein, die Daten mit einer integrativen Plattform zu nutzen und den Versicherten dadurch einen Mehrwert zu bieten. Deswegen bietet TK-Safe viele verschiedene Funktionen, die ständig erweitert werden. Darunter sind zum Beispiel ein Impfpass, Erinnerungen an Vorsorgeuntersuchungen oder auch die Möglichkeit, die Nutzung von freiverkäuflichen Medikamenten zu dokumentieren.

Die eigene Gesund­heit im Griff mit TK-Safe

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Schon jetzt hat sich das Konzept von TK-Safe bewährt. Bereits in der Testphase nutzten bundesweit rund 160.000 Versicherte TK-Safe. Zusätzlich stellt die Anbindung von KV-Connect, der Schnittstelle zum ambulanten Bereich, an TK-Safe einen weiteren großen Schritt in Sachen Vernetzung im Gesundheitswesen dar. Versicherte können dadurch auch Arztbriefe und Laborbefunde von der Praxissoftware der niedergelassenen Ärzte direkt in die eigene Gesundheitsakte gesendet bekommen.

Ab 2021 muss dann allen Versicherten in Deutschland die elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung gestellt werden. Die digitalen Gesundheitsakten der Krankenkassen wie TK-Safe und die standardisierte elektronische Patientenakte werden dann in ein gemeinsames Konzept gegossen.  

Digitale Kommunikation nutzen, Bürokratie abbauen 

Sich im Gesundheitswesen zu bewegen, bedeutet häufig eine Menge an Zettelwirtschaft und Bürokratie. Mit Verlassen der Arztpraxis hat man meistens einen Arztbrief, eine Krankschreibung oder ein Rezept dabei. Hier bietet die Digitalisierung eine Chance auf Veränderung. Im Pilotprojekt zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) testet die TK in Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen beispielsweise schon heute die Übermittlung der eAU zwischen Arzt und Krankenkasse. Das Projekt erprobt ebenso die elektronische Übermittlung der AU-Bescheinigung an eingebundene Arbeitgeber.

Zusammen mit der Privilegierten Adler Apotheke und dem Diabetes Zentrum Wandsbek testet die TK in Hamburg in einem weiteren Projekt das elektronische Rezept (E-Rezept) . Um ihre Rezepte einlösen zu können, erhalten die Teilnehmer über die App "LifeTime" einen QR-Code, den sie in der Priv. Adler Apotheke Wandsbek einscannen. Das Rezept kann einmalig abgerufen werden und ist bis dorthin dezentral in der Arztpraxis abgespeichert. So soll in Zukunft Bürokratie abgebaut und Kommunikation vereinfacht werden.

Vernetzung schaffen, Innovation vorantreiben 

Wegbereiter für die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Hamburg zu sein, bedeutet auch, regional neue Wege zu gehen und über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Als Partner des Health Innovation Port (HIP) fördert die TK Start-Ups, die mit frischen Ideen das Hamburger Gesundheitswesen verbessern wollen. Durch das breite Netzwerk des HIP profitieren beide Seiten: Die Start-Ups greifen auf den Erfahrungsschatz der Etablierten zurück, und die TK kann so Innovationen entdecken und fördern, um neue Wege in der Versorgung zu gehen. 

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Mit BlueBeyond unterstützt die TK in einem weiteren Förderprogramm innovative Unternehmer. Experten aus der Gesundheitsbranche bilden gemeinsam mit der TK ein Scouting-Netzwerk und suchen besonders vielversprechende Unternehmen, die sich im Aufbau befinden. So sollen neue Ideen auf dem Gesundheitsmarkt schneller zugänglich werden und gleichzeitig über eine hohe Qualität verfügen. 

Digital in Hamburg

Die neue Initiative "Hamburg Health Harbour" (H3) der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz zielt darauf ab, die unterschiedlichen Partner im Gesundheitswesen zusammen zu bringen und deren Vernetzung auszubauen. Ziel ist es, eine Plattform auf den Weg zu bringen, über die eine sektorenübergreifende Kommunikation ermöglicht wird. Darüber hinaus sollen Patientinnen und Patienten im Umgang mit digitalen Hilfsangeboten geschult und ihre Kompetenzen gefördert werden. 

Digitalisierung bedeutet aber nicht nur die Weiterentwicklung von Kommunikationsmöglichkeiten. Online-Kurse für pflegende Angehörige etwa bieten die Chance, sich weiterzubilden. Sie sensibilisieren die Angehörigen aber auch dafür, die eigene Gesundheit nicht zu vergessen. In Zukunft sollen Smart-Home-Lösungen für mehr Sicherheit und Eigenständigkeit im Alter sorgen. Und technische Haushaltshilfen oder auch Assistenz- und Überwachungssysteme können älteren Menschen ein Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen und Angehörige entlasten. Das Innovationsfonds-Projekt NetzWerk GesundAktiv  testet zum Beispiel wie die Versorgung älterer Menschen im Quartier durch die Verknüpfung von individueller Unterstützung und digitalen Hilfsmitteln verbessert werden kann. 

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Mittlerweile sind Gesundheitsapps auch in der Versorgung angekommen. Sie können eine sinnvolle Ergänzung zur Therapie sein. Dies zeigt zum Beispiel die TK-Migräne-App : Mit ihr können Migränepatienten ihren Krankheitsverlauf dokumentieren und erhalten Hilfen, um einem Migräneanfall vorzubeugen. Betroffene, die die Migräne-App nutzen, leiden im Schnitt 3,3 Tage im Monat weniger an Kopfschmerzen. Ein anderes Beispiel ist die App Tinnitracks . Sie ist eine innovative Behandlungsmethode bei Tinnitus. Tinnitracks filtert die individuell für den Tinnitus verantwortlichen Frequenzen beim Musikhören und hilft dem Gehirn so besser, sich zu entspannen.