Die ePA startet in 2021

Mit dem Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) wurden die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland verpflichtet, ihren Versicherten ab dem 1. Januar 2020 eine elektronische Patientenakte anzubieten. Die Nutzung ist für die Patientinnen und Patienten freiwillig. Ebenso entscheiden diese selbst, welche Daten in der ePA gespeichert werden und wer darauf Zugriff erhält.

Bereits seit Mai 2019 bietet die Techniker Krankenkasse (TK) ihren Versicherten die elektronische Gesundheitsakte "TK-Safe" an. Bundesweit nutzen bereits rund 250.000 Versicherte TK-Safe. Zum Start der ePA wurde TK-Safe in diese überführt.

In einem ersten Schritt beinhaltet die ePA nun die Möglichkeit der Dokumentenverwaltung etwa von Arztbefunden, einen elektronischen Medikamentenplan oder Impfungen.

Mit der ePA liegen erstmalig bundesweite und einheitliche Standards vor, nach denen Dokumente zwischen allen beteiligten Akteuren im deutschen Gesundheitswesen ausgetauscht werden können. In weiteren Ausbaustufen werden nach und nach Leistungserbringer an die ePA angeschlossen und sollen weitere Gesundheitsdaten wie der Impfausweis oder Mutterpass folgen. Weiterhin ist ein individuelles Berechtigungsmanagement geplant. Ziel muss es aus Sicht der TK sein, die Daten der ePA mit einer integrativen Plattform zu nutzen und den Versicherten dadurch einen Mehrwert zu bieten.

Digitale Kommunikation nutzen, Bürokratie abbauen 

Sich im Gesundheitswesen zu bewegen, bedeutet häufig eine Menge an Zettelwirtschaft und Bürokratie. Mit Verlassen der Arztpraxis hat man meistens einen Arztbrief, eine Krankschreibung oder ein Rezept dabei. Hier bietet die Digitalisierung eine Chance auf Veränderung. Im Pilotprojekt zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) testet die TK in Hamburg, Schleswig-Holstein und inzwischen zehn weiteren Bundesländern die Übermittlung der eAU zwischen Arzt und Krankenkasse. Das Projekt erprobt ebenso die elektronische Übermittlung der AU-Bescheinigung an eingebundene Arbeitgeber. Im November 2020 ist die 250.000. digitale Krankschreibung bei der TK eingegangen. Allein von Versicherten aus Hamburg waren es im Jahr 2020 mehr als 10.000. Am Pilotprojekt nehmen in der Hansestadt derzeit 130 Ärzte teil.

Zusammen mit der Priv. Adler Apotheke in Hamburg-Wandsbek und dem Diabetes Zentrum Wandsbek wurde in einem weiteren Pilotprojekt bereits seit 2018 das elektronische Rezept (E-Rezept) getestet. Das erfolgreiche Modellprojekt ist inzwischen abgeschlossen und steht seit Dezember 2020 unter dem Namen "E-Rezept Deutschland" bundesweit den Versicherten der BARMER, DAK-Gesundheit und der TK zur Verfügung. Anfang 2021 werden auch die Hanseatische Krankenkasse (HEK) und die BIG direkt gesund hinzukommen. Um ihre Rezepte einlösen zu können, erhalten die Teilnehmenden über eine App einen QR-Code auf ihr Smartphone, den sie in der Apotheke einlösen können.

Vernetzung schaffen, Innovation vorantreiben 

Wegbereiter für die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Hamburg zu sein, bedeutet auch, regional neue Wege zu gehen und über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Als Partner des Health Innovation Port (HIP) fördert die TK Start-Ups, die mit frischen Ideen das Hamburger Gesundheitswesen verbessern wollen. Durch das breite Netzwerk des HIPs profitieren beide Seiten: Die Start-Ups greifen auf den Erfahrungsschatz der Etablierten zurück, und die TK kann so Innovation entdecken und fördern, um neue Wege in der Versorgung zu gehen.

Die Initiative "Hamburg Health Harbour" (H3) zielt darauf ab, die unterschiedlichen Partner im Gesundheitswesen zusammen zu bringen und deren Vernetzung untereinander auszubauen. Darüber hinaus sollen Patientinnen und Patienten im Umgang mit digitalen Hilfsangeboten geschult und ihre Kompetenzen im Umgang mit digitalen Hilfsangeboten gefördert werden. Die Initiative ist Teil der Digitalstrategie für Hamburg

Digital in Hamburg

Digitalisierung bedeutet aber nicht nur die Weiterentwicklung von Kommunikationsmöglichkeiten. Auch in der Pflege gibt es viele Herausforderungen. Deshalb unterstützt die TK Pflegebedürftige und pflegende Angehörige mit digitalen Angeboten und macht sich für eine smarte Weiterentwicklung der Pflegeversicherung stark. Informationen zu den unterschiedlichen Stationen des TK-Pflegefahrplans können auf der Themenseite zum Deutschen Pflegetag 2020 nachgelesen werden.

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In Hamburg-Eimsbüttel können Versicherte der BARMER, DAK-Gesundheit, KNAPPSCHAFT und TK am Versorgungsangebot "NetzWerk GesundAktiv" teilnehmen. Auf der Grundlage eines ausführlichen Assessments werden individuelle Unterstützungsmöglichkeiten entwickelt und mit digitalen Hilfsmitteln kombiniert. Das unterstützt die Versicherten dabei, auch im hohen Alter möglichst lange selbstständig und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen zu können.