Mainz, 24. Februar 2021. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat in einer repräsentativen Forsa-Befragung das Digitalverhalten der Menschen untersucht. Die Studie "Schalt mal ab, Deutschland!" zeigt: Nahezu acht von zehn Befragten in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland sind nach eigenen Angaben "eigentlich immer" beziehungsweise "mehrmals täglich" online (76 Prozent). Nahezu vier von zehn Befragten in diesen drei Bundesländern sind täglich länger als fünf Stunden im Internet unterwegs. Die gleiche Anzahl Befragter nutzt das Netz zwischen zwei und fünf Stunden.

Messenger-Dienste am häufigsten genutzt

Laut der Studie nutzen die Menschen an Rhein, Main und Saar am häufigsten Angebote, wie Messenger-Dienste (78 Prozent), aber auch die Möglichkeit, E-Mails zu senden und zu empfangen (72 Prozent) sowie sich etwa mittels journalistischer Nachrichten zu informieren (66 Prozent). Nahezu die Hälfe der befragten Rheinland-Pfälzer, Hessen und Saarländer verbringt außerdem gerne Zeit in den Sozialen Medien. Aber auch Streamingdienste für Musik, Filme oder Serien sind sehr beliebt.

Seit Corona mehr Zeit im Netz

Bundesweit gaben 30 Prozent der Studienteilnehmer an, seit Beginn der Corona-Pandemie privat mehr Zeit im Netz zu verbringen. In beruflicher Hinsicht sagten sogar 46 Prozent, dass sie seit Corona häufiger mit digitalen Möglichkeiten arbeiteten.

"Gerade jetzt bieten uns das Internet und die sozialen Medien zahlreiche Möglichkeiten der Kommunikation und auch der Unterhaltung. Allerdings sollte die Nutzung digitaler Angebote reflektiert und bewusst erfolgen, denn ständig im Internet unterwegs zu sein, hat seinen Preis", betont Jörn Simon, Landesvertretungsleiter der Techniker Krankenkasse (TK).

Gesundheitsprobleme verschärfen sich

Dementsprechend hat rund ein Drittel der Befragten Internetnutzer in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland mit Schlafschwierigkeiten zu kämpfen und knapp ein weiteres Drittel mit Erschöpfungs- und Stresszuständen. Wie die Untersuchung zeigt, verschärfen sich diese Gesundheitsprobleme sogar bei den Befragten, die nach eigenen Angaben mehrere Geräte gleichzeitig (z. B. Computer und Smartphone) nutzen. In den genannten drei Bundesländern ist das immerhin schon bei 42 Prozent der Fall. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Mehrheit der Studienteilnehmer (63 Prozent) angab, länger online zu sein, als sie eigentlich planten.

Eigenes Nutzungsverhalten hinterfragen

"Viele digitale Angebote sind so konzipiert, dass sie uns so lange wie möglich an sich binden. Daher sollte man das eigene Nutzungsverhalten selbstkritisch hinterfragen und darauf achten, dass man die digitalen Angebote für die eigenen Bedürfnisse gebraucht und nicht umgekehrt", bemerkt der TK-Landesvertretungsleiter. Simon: "Ein erster Schritt für eine bewusste und gesündere Mediennutzung könnte das Etablieren onlinefreier Zeiten im Alltag sein - wie etwa das gemeinsame Abendessen ohne Handy", so Simon.

Hinweis für die Redaktion 

Für die Studie "Schalt mal ab, Deutschland!" wurden im Oktober 2020 bevölkerungsrepräsentativ bundesweit insgesamt 1.250 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren vom Meinungsforschungsinstitut Forsa telefonisch zu ihrem Umgang mit digitalen Medien befragt.