Mainz, 9. März 2021. Videosprechstunden, Apps oder auch elektronische Rezepte - die Techniker Krankenkasse (TK) treibt bereits seit einigen Jahren Angebote der digitalen Gesundheitsversorgung voran. "Pandemiebedingt nutzen Versicherte auch zunehmend digitale Lösungen, da dies bequem und kontaktlos möglich ist", erläutert Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Mainz. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der TK bestätigt diesen positiven Trend in Sachen Digitalisierung. 

Verstärkte Nutzung von Video-Sprechstunden

Demnach würden rund 60 Prozent der befragten Rheinland-Pfälzer eine ärztliche Online-Sprechstunde in Anspruch nehmen. Besonders in großen Städten des Landes mit mehr als 20.000 Einwohnern findet dieses Angebot (73 Prozent) großen Anklang. "Dank Video-Sprechstunden erübrigen sich nicht nur lange Anfahrtswege und Wartezeiten in überfüllten Wartezimmern, auch das Personal kann effizienter eingesetzt werden", betont Simon. 

Von Apps bis Video­sprech­stunde: Digi­tale Trends

TK-Infografik zur digitalen Nutzung von Versorgungsangeboten. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Rund 60 Prozent der befragten Menschen in Rheinland-Pfalz würden eine ärztliche Online-Sprechstunde in Anspruch nehmen.

E-Rezept vervollständigt digitale Behandlungskette

Ein weiterer großer Schritt in puncto Digitalisierung der Gesundheitsversorgung, ist die Einführung des elektronischen Rezepts (E-Rezept). Die TK erprobte bereits 2017 zunächst modellhaft das E-Rezept und baute dieses Angebot sukzessive flächendeckend aus. Aktuell würden 72 Prozent der Befragten auch in Rheinland-Pfalz anstelle des klassischen Papier-Rezepts die elektronische Verordnung nutzen. Besonders die jüngere Generation der 18- bis 39-Jährigen sprach sich mit großer Mehrheit (89 Prozent) für das E-Rezept aus. Auch bei Familien erfreut sich die digitale, direkt via Smartphone einlösbare Alternative, großer Beliebtheit (84 Prozent). "In Kombination mit der Video-Sprechstunde und der Option der elektronischen Krankschreibung, vervollständigt das E-Rezept die digitale ärztliche Behandlungskette", so Simon. 

Telemedizin bietet Chancen - besonders in der Fläche

Die Forsa-Umfrage erfolgte im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl am 14. März. Aus Sicht der TK zeigt sie deutlich, dass jede kommende Regierung hierzulande den Trend der Digitalisierung unbedingt als gesundheitspolitisches Schwerpunktthema begleiten muss. "Im Flächenland Rheinland-Pfalz bietet die Telemedizin vor allem die Chance die ländliche Versorgung in Regionen wie Eifel, Westerwald, Hunsrück aber auch Pfälzer Wald sicherzustellen", so Simon abschließend.     

Hinweis für die Redaktion

Die Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 11. bis 25. Januar 2021 durchgeführt. Die angegebenen Zahlen beziehen sich auf Rheinland-Pfalz. Die Befragten repräsentieren einen Querschnitt der Volljährigen Bevölkerung im Land.