Die rund 300 Teilnehmer aus Politik, Kliniken, Praxen, Pharma, Medizintechnik und Institutionen des Gesundheitswesensdes erlebten ein spannendes Programm. Neben dem "Status Quo" der digitalen Entwicklungen im Gesundheitswesen, ging es um digitale Innovationen. Mit dem Fortschritt im Blick, griff die TK in Hessen das Thema virtuelle und erweiterte Realität auf und widmete ihm beim eHealth-Kongress ein eigenes Forum: "Virtual Reality Future Panel by TK".

Virtuelle & erweiterte Realität: Was heißt das?

 Dr. med. Hannes Kenngott  referierte über: "Die multidimensionale Klinik - Was steckt hinter diesem neuen Paradigma?". Der Mediziner von der Abteilung

Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg, verschaffte den Anwesenden einen Überblick zum Thema Virtual Reality (VR) und Mixed Reality (MR) und seine Bedeutung fürs Gesundheitswesen. Fragestellungen, die er beantwortet: Wo begegnen uns virtuelle Systeme? Wo kann man sie nutzen? Was nutzen sie und wo revolutionieren sie die Medizin?

Mixed Reality in der HNO-Operation

 Dr. med. Hans-Jürgen von Lücken, Oberarzt für Kopf- und Hals-Chirurgie am Marienkrankenhaus Hamburg, stellte  vor, wie er demnächst mit der sogenannten "virtual surgery intelligence" operiert. In seinem Vortrag "Mixed Reality in der Hals-, Nasen- und Ohren-Operation" erklärte er, was dieses System ausmacht und welche Vorteile und Herausforderungen es bringt. Dr. von Lücken hat das System gemeinsam mit anderen Experten und dem Start-up apoqlar entwickelt. Künftig wird er mithilfe einer speziellen MR-Brille beispielsweise Nasennebenhöhlen- oder Tumoroperationen durchführen. Der Computer in der Brille liefert ihm während der Operation wichtige Informationen zum Krankheitsbild seines Patienten.

Virtuelle Realität hilft in der Psychotherapie

 "Virtuelle Realität hilft bei psychischen Leiden!" Das war der Titel des Vortrags von Prof. Andreas Mühlberger. Von dieser Aussage ist er auch überzeugt,  denn er arbeitet bereits seit gut 20 Jahren mit virtuellen Welten in der Psychotherapie. Der Leiter des Lehrstuhls für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Regensburg ging in seiner Präsentation auf die Chancen der Behandlung von Angststörungen ein. Die Bereiche Sucht- und Schmerztherapie streifte er.

Virtual Reality - Motivationsschub in der Reha

 Wer motiviert ist, bringt mehr Leistung. Diese Aussage trifft auf viele Lebensbereiche zu. In der Trainingstherapie hat dieser Effekt den Vorteil, dass sich Muskelgruppen besser trainieren lassen. Darüber berichtete Dr. Boris Feodoroff vom Institut für Bewegungsorientierte Präventions- und Rehabilitationswissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln. Er stellte seine Studienergebnisse zu Trainingsmöglichkeiten mithilfe virtueller Welten vor. Er gab einen Einblick in seine aktuellen Forschungen und erklärte, was noch gebraucht wird, um die Trainingsergebnisse in der Rehabilitation, beispielsweise nach Bandscheibenschäden, zu verbessern. Sein Vortrag: Training 2.0? Full Body Exergaming in Virtual Reality.

Erweiterte Realität: Visionen für eine bessere Versorgung

 Digitalisierung zu leben und voranzubringen, heißt auch, für Visionen offen zu sein. Dr. Herbert Wachtel, Privatdozent für Pharmazeutische Technologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gab daher einen Einblick in eine Technologie, die als Diagnosewerkzeug dienen kann. Sein Hilfsmittel, eine MR-Brille gespeist mit zahlreichen Informationen bildgebender Verfahren, braucht noch Entwicklungszeit. Findet sie jedoch Anwendung, dann ist es möglich, mit dieser Technologie den Arzt bei der Diagnostik zu unterstützen sowie die Wirkung von Medikamenten zu beurteilen. Darüber hinaus kann der Arzt seine Patienten in deren Krankheits- und Genesungsverlauf besser einbeziehen. Mit der Präsentation "Funktionsdiagnose in Mixed Reality am Beispiel der Lunge" erlebten die Teilnehmer, was noch werden kann, wenn die Gesundheitswirtschaft die Chancen dieser digitalen Technik erkennt.

Virtual und Mixed Reality erleben - geht das?

Im Ausstellungsbereich des eHealth-Kongresses konnten die Teilnehmer der Veranstaltung die besonderen Werkzeuge ausprobieren, die virtuelle und erweiterte Realitäten darstellen. Später standen die Experten aus dem Forum "Virtual Reality Future Panel by TK" noch in der "Speakers´Area" am TK-Stand für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

Der eHealth-Kongress 2018 in Frankfurt am Main beschäftigte sich ebenso mit den Themen elektronische Gesundheitsakte, Telemedizin, eHealth-Start-ups, dem vernetzten Praxisalltag und der sektorenübergreifenden Versorgung im Gesundheitswesen. Kurzum, es ging um die Transformation der analogen in die digitale Welt des Gesundheitswesens. Unter #eHealthFFM18 gibt es via Twitter vielfältige Informationen zum Kongress-Verlauf.

Ansprechpartnerin Presse

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