Mainz, 6. Juli 2020. Die Mehrheit der Menschen in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland kann sich vorstellen, ein elektronisches Rezept zu nutzen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). So gaben 63 Prozent der Befragten in diesen drei Bundesländern an, dass sie das elektronische Rezept (E-Rezept) "bestimmt" oder "wahrscheinlich" verwenden würden. Auch bundesweit ist die Bereitschaft hoch, die papierlose Verordnung in einer Apotheke einzulösen (62 Prozent). Die Zustimmung lag bei den jüngeren Befragungsteilnehmern sogar noch höher: Bei den 18 bis 39-Jährigen bezifferte sich diese auf 77 Prozent.

E-Rezept schon jetzt möglich

"Die Einführung des elektronischen Rezepts ist ein wesentlicher Bestandteil der digitalen Transformation des Gesundheitswesens und die logische Folge des Vorhabens, die Versorgung für die Versicherten hochwertig, bequem und effizient zu gestalten", betont Jörn Simon, Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz. "Für TK-Versicherte ist es bereits jetzt, flächendeckend im Rahmen einer Fernbehandlung möglich, ein digitales Rezept zu erhalten. Ab 1. Januar 2022 sieht der Gesetzgeber vor, das E-Rezept verpflichtend einzuführen", ergänzt Simon. Das E-Rezept sei, so der TK-Landeschef, zudem Voraussetzung für weitere digitale Angebote, wie etwa das automatische Hinterlegen in einen digitalen Medikationsplan, eine Erinnerungsfunktion zwecks Einnahme sowie der Hinweis auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimittel.

Vom Nutzen des E-Rezepts überzeugt

Bereits seit Beginn des vergangenen Jahres erprobt die TK im Rahmen von Pilotprojekten die Vorteile der digitalen Verordnung für Versicherte, Ärzte und Apotheken. "Wir haben die Projekte kontinuierlich ausgebaut und sind angesichts der Erfahrungen vom Nutzen des E-Rezepts überzeugt. Nicht nur die Übermittlung der Verordnung, auch die Bearbeitung in der Apotheke, Prüfung der Verfügbarkeit und noch einiges mehr, erfolgt schneller und einfacher", sagt Simon. 

Mit dem, am vergangenen Freitag, vom Bundestag beschlossenen Patientendatenschutzgesetz (PDSG) wurden nun endgültig die Weichen für eine umfassende digitale Versorgung gestellt. Simon: "Bedauerlich ist allerdings, dass das E-Rezept nicht komplett in die elektronische Patientenakte (ePA) integriert wurde - dem Kernstück des Gesetzes. Die TK wird sich weiterhin für diese Lösung einsetzen."

Hinweis für die Redaktion

Für die repräsentative Forsa-Umfrage wurden im Mai 2020 im Auftrag der TK 1.000 Menschen befragt. Weitere Informationen zum E-Rezept der Techniker Krankenkasse - das mehr als zehn Millionen TK-Versicherte in Verbindung mit einer Fernbehandlung nutzen können - gibt es im Portal Presse und Politik .