Saarbrücken, 8. Juli 2020. Die Mehrheit der Menschen im Saarland sowie in Rheinland-Pfalz und Hessen kann sich vorstellen, ein elektronisches Rezept (E-Rezept) zu nutzen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). So gaben 63 Prozent der Befragten in diesen drei Bundesländern an, dass sie das elektronische Rezept "bestimmt" oder "wahrscheinlich" verwenden würden. Auch bundesweit ist die Bereitschaft hoch, die papierlose Verordnung in einer Apotheke einzulösen (62 Prozent). Bei den jüngeren Befragungsteilnehmern lag die Zustimmung sogar noch höher: Bei den 18 bis 39-Jährigen bezifferte sich diese auf 77 Prozent.

TK-Versicherte können E-Rezept bereits nutzen

"Mit dem elektronischen Rezept können wir die Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen nutzen und eine hochwertige, effiziente und bequeme Versorgung für die Versicherten sicherstellen", erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland, und ergänzt: "Die breite Zustimmung zum E-Rezept zeigt, dass die Menschen in der Region längst bereit sind für den Einsatz digitaler Möglichkeiten. TK-Versicherte im Saarland und ganz Deutschland können bereits jetzt ein digitales Rezept im Rahmen einer Fernbehandlung erhalten." Die TK erprobt seit Anfang 2019 im Rahmen von Pilotprojekten die Vorteile der digitalen Verordnung für Versicherte, Ärzte und Apotheken und hat die Angebote kontinuierlich ausgebaut. Ab 1. Januar 2022 sieht der Gesetzgeber vor, das E-Rezept verpflichtend einzuführen.

Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet voran

"Wir sind angesichts unserer Erfahrungen vom Nutzen des E-Rezepts überzeugt. Viele Abläufe wie die Übermittlung der Verordnung werden dadurch vereinfacht. Damit wird die derzeitige Praxis, dass wir elektronische Daten auf Papier drucken, um sie anschließend wieder per Scanner zu digitalisieren, künftig der Vergangenheit angehören", so Groh. Mit den E-Rezepten werde es außerdem möglich sein, weitere digitale Angebote wie einen digitalen Medikationsplan mit Erinnerungsfunktion zur Einnahme anzubieten.

Am vergangenen Freitag wurde vom Bundestag zudem das Patientendatenschutzgesetz (PDSG) beschlossen, welches endgültig die Weichen für eine umfassende digitale Versorgung im Gesundheitswesen stellt. Groh: "Das PDSG ist der Startschuss für die digitale Transformation im Gesundheitswesen und regelt die letzten offenen Punkte zum größten digitalen Vorhaben im deutschen Gesundheitssystem - der elektronischen Patientenakte (ePA)." Mit der ePA werde es möglich sein, digitale Gesundheitsservices gebündelt den Versicherten anzubieten. "Leider ist keine vollständige Einbindung des E-Rezepts in die ePA geplant. Die TK wird sich weiterhin für diese Lösung einsetzen", betont Groh.

Hinweis für die Redaktion

Für die repräsentative Forsa-Umfrage wurden im Mai 2020 im Auftrag der TK 1.000 Menschen befragt. Weitere Informationen zum E-Rezept der Techniker Krankenkasse - das mehr als zehn Millionen TK-Versicherte in Verbindung mit einer Fernbehandlung nutzen können - gibt es im Portal Presse und Politik .