Schwerin, 24. Juni 2020. Die Techniker Krankenkasse (TK) fordert heute auf ihrer Online-Tagung mehr Engagement für digitale Versorgungsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern. "Die Corona-Pandemie zeigt einmal mehr, welche enorme Bedeutung digitale Lösungen im Gesundheitswesen innehaben.“ Und sie zeigt auch, dass "in der Arztpraxis bestimmte medizinische Fragen geklärt werden können, ohne einen persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt zu haben", so Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. Und weiter: "Wir dürfen nun nicht lockerlassen und müssen tradierte Strukturen digital reformieren. Nur so können wir auch in Zukunft wohnortnah und qualitativ hochwertig versorgen."

Gemeinsam mit dem Gesundheitswirtschaftsnetzwerk BioCon Valley® GmbH organisierte die TK im Nordosten ein Webinar, dass sich umfänglich den Chancen der digitalen Gesundheitsangebote widmet. Rund 130 Experten aus Wissenschaft, Versorgung und Politik nehmen heute an dem Webinar "Digitales-Versorgung-Gesetz (DVG) - Ein Blick in die Zukunft" teil. Die Teilnehmer diskutieren über die digitale Gesundheitsversorgung und liefern so spannende Impulse für die Zukunft.

Auch der Schweriner Landtag rückte unlängst mit einer eigenen Enquete-Kommission die Zukunft der medizinischen Versorgung in den Fokus. Die TK-Landeschefin fordert: "Bei jedem Problem der Gesundheitsversorgung müssen wir digitale Lösungsansätze mitdenken, sonst schaffen wir keine nachhaltigen Lösungen“. Aus Sicht der Landesvertretungsleiterin kann jede Versorgungsherausforderung digital adressiert werden.

Schon heute nutzen viele Mecklenburger und Vorpommern digitale Services, um ihre Gesundheit zu managen. So helfen Smartphone-Apps längst dabei, eine Therapie durchzuhalten, also beispielsweise Tabletten in festen Abständen einzunehmen oder Blutzuckerwerte regelmäßig zu dokumentieren. "Neue Lösungen nicht nur auszuprobieren, sondern diese auch schnell, sicher und in hoher Qualität für alle Versicherten nutzbar zu machen, gehört zum Selbstverständnis der TK", bestätigt Austenat-Wied. Die Innovationsfonds-Projekte TeleDermatologie und Herzeffekt sowie unser Modellprojekt zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sind nur einige der spannendsten Konzepte für eine flächendeckende, unbürokratisch und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung.

Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen ist allerdings kein Selbstzweck. "Vielmehr muss sie Anstoß für die weitere Gestaltung der Versorgung, auch im Hinblick auf mehr Patientenorientierung und Transparenz sein“, sagt Austenat-Wied. Die TK leistet hierzu als kompetenter Partner ihren Beitrag und gibt mit den folgenden drei Forderungen einen Impuls zur weiteren Ausgestaltung der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

  • Alle unter technischen und medizinischen Aspekten per Telemedizin zu erbringenden Leistungen sollten rechtlich legitimiert, per Videosprechstunde erbracht werden dürfen.
  • In administrativen Prozessen müssen wir die Vorteile der Digitalisierung voll ausschöpfen. Digitale Checklisten und digitale Dokumentationsmöglichkeiten sparen Zeit und können helfen, Berufsgruppen zu entlasten.
  • Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist kein Selbstzweck. Wir müssen bei maximaler Datensicherheit und steigender Transparenz, den echten Mehrwert für die Versicherten in den Blick nehmen.