Henrik Mencke, Verantwortlicher bei Philips für den HIP, wirft einen Blick zurück und erklärt, wohin die weitere Reise gehen soll.

TK: Herr Mencke, seit über zwei Jahren arbeiten nun Start-ups im HIP. Welche Bilanz ziehen Sie bisher?  Und was waren in den vergangenen zwei Jahren absolute Highlights?

Über die letzten zwei Jahre hinweg gab es viele Highlights, auf die wir gerne zurückblicken. Unsere ursprünglich eröffnete Fläche war schon nach kurzer Zeit ausgebucht. Dies veranlasste uns dazu, unsere Räumlichkeiten zu erweitern, sodass wir heute nicht mehr die ursprünglichen 500, sondern 1.000 m² zur Verfügung haben. Auch diese Fläche ist wieder gut gefüllt, und es zeigt sich, dass sich unsere HIP-Start-ups prächtig entwickeln. Neben verschiedene Preisen, die in den vergangenen zwei Jahren von HIP-Start-ups gewonnen werden konnten, gab es auch zwei Auftritte im TV-Format "Die Höhle der Löwen".

Dann haben wir selbst in diesem Herbst den ersten Innovationspreis des Health Innovation Ports unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg ausgerichtet, bei dem 11 Start-ups um einen unserer begehrten Preise gekämpft haben.

Und dann wäre da natürlich noch der wichtigste Aspekt, an dem wir unseren Erfolg messen: Gemeinsame Projekte zwischen Partnern und Start-ups. Auch zu diesen ist es in den vergangenen zwei Jahren zahlreich gekommen. Von beiden Seiten besteht Bedarf nach eben diesen Kooperationen.

Henrik Mencke

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Head of Health Innovation Port

TK: Zurzeit arbeiten 22 Start-ups im HIP. Wie hat sich die Zusammenarbeit zwischen den Start-ups und den Partnern des HIP entwickelt? Welche Partner haben Sie mittlerweile mit ihm Boot?

Über die vergangenen Monate konnten wir Partnerschaften zwischen unseren Start-ups und Partnern des HIPs entwickeln, von denen beide Seiten stark profitieren. Die TK profitiert beispielsweise immer wieder von den Innovationen der Start-ups im HIP, z.B. durch den kreativen Dialog. Aber auch konkrete Konzepte für die künftige Versorgung  werden durch die TK im HIP immer wieder gefunden. Und Philips tritt in Kontakt mit Start-ups, um das eigene Lösungsportfolio zu erweitern.

Über die vergangenen Monate konnten wir Partnerschaften zwischen unseren Start-ups und Partnern des HIPs entwickeln, von denen beide Seiten stark profitieren. Henrik Mencke, Head of Health Innovation Port

Zusätzlich zur TK und Philips arbeitet der HIP intensiv mit der Stadt Hamburg und angeschlossenen Institutionen zusammen. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank bspw. unterstützt mittlerweile gut ein Viertel unserer Start-ups mit öffentlichen Fördergeldern. Die Gesundheitswirtschaft erweitert das HIP-Netzwerk durch Expertise und Kontakte, und das DESY, mit einem eigenen Start-up-Programm, ergänzt den HIP um eine wichtige Wissenschaftskomponente. Darüber hinaus arbeiten wir mit zahlreichen Experten zusammen, an die sich unsere Gründer jederzeit wenden können, um schnell Antworten auf brennende Fragen zu erhalten.

TK: Und wenn wir nun den Blick in die Zukunft werfen: Welche nächsten Schritte möchte der HIP gehen? 

Wir haben es in den vergangenen zwei Jahren geschafft, ein anfängliches Konzept erfolgreich umzusetzen und auf solide Beine zu stellen. Dies gibt uns die Möglichkeit, uns nun auf Themen zu fokussieren, die wir in Zukunft gerne weiter treiben möchten. Dazu zählt zum einen die Erweiterung des Partner-Netzwerks um sinnvolle Partner. Wie sich zeigt, sind die Themen Krankenhaus, Finanzierung, Pharma und IT für unser Netzwerk hochrelevant. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, das Netzwerk organisch wachsen zu lassen. Ein zu schnelles Wachstum ist dem System nicht zuträglich.

Des Weiteren steht die Ausweitung inhaltlicher Partnerschaften im Fokus. Gerade vor dem Hintergrund des Digitale-Versorgung-Gesetzes gibt es aktuell für digitale Gesundheitsangebote sehr viele Möglichkeiten. Wir sehen hier Chancen für Anbieter somit auch für Krankenkassen, diese Innovationen im Markt zu platzieren und den Versicherten noch bessere Lösungen anzubieten.

Alles in allem freuen wir uns auf die nächsten Jahre und sind uns sicher, dass unser Konzept nachhaltig Wert im deutschen Gesundheitssystem schafft.