Oldenburg, 14. März 2023. Der "Tag der Rückengesundheit" am 15. März erinnert jährlich daran, dass über 60 Prozent der Menschen in Deutschland an Rückenschmerzen leiden. Jedoch müssen Patientinnen und Patienten häufig lange Wartezeiten und Anfahrtswege für eine physiotherapeutische Versorgung in Kauf nehmen. Mit "Herodikos plus" bieten die Techniker Krankenkasse (TK) - mit weiteren Kassen - seit über einem Jahr ihren Versicherten Bewegungstherapie per Videosprechstunde an - mit überzeugenden Ergebnissen.

Positive Versorgungseffekte und hohe Zufriedenheit

Daten von Herodikos zeigen, dass nach zehn Wochen aktiver Teilnahme (bei einer Therapietreue von knapp 80 Prozent) die Patientinnen und Patienten durchschnittlich eine Schmerzverminderung von mehr als 30 Prozent beobachten. 96 Prozent der Teilnehmenden würden die Versorgung zudem weiterempfehlen und heben vor allem den einfachen Zugang, die zeitnahe Versorgung und die persönliche, individuelle Begleitung und Beratung hervor. Dirk Engelmann, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen dazu: "Digitale Angebote wie ‚Herodikos‘ können den Behandlungsprozess unterstützen, weil sie orts- und tageszeitunabhängig zur Verfügung stehen und eine individuell zugeschnittene Behandlungsbegleitung ermöglichen. Diese innovativen Lösungen sind für uns als Krankenkasse besonders wichtig, weil sie die Versorgung unserer Versicherten immer weiter verbessern." 

Viele unbegleitete digitale Angebote am Markt

"Bewegungsmangel ist der häufigste Auslöser von Rücken- und Kniebeschwerden", erklärt Dr. med. Lasse Schulte-Güstenberg, Facharzt für Allgemeinmedizin und Mitgründer von Herodikos. Gesundheits-Apps wie zum Beispiel digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) bieten eine neue Möglichkeit in der Versorgung. Fehlende professionelle Begleitung mindert jedoch die Motivation, was zu relevanten Abbruchquoten führt. "Schlüssel zur Schmerzlinderung hingegen sind regelmäßiges Training und eine langfristige Verhaltensänderung", fügt Dr. Schulte-Güstenberg hinzu.

Begleitung und Individualisierung wichtig für Therapieerfolg

"Herodikos plus" setzt beim Status quo an und kombiniert einen App-basierten Übungsplan mit persönlicher Video-Physiotherapie zu einer individuellen und zeitnahen Versorgung. Der digitale Übungsplan wird per Video-Sprechstunde mit den Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten individuell erarbeitet und in regelmäßigen Folgeterminen angepasst. Eva Schobert, Ärztin und Mitgründerin von Herodikos, erklärt: "Wir analysieren, wo muskuläre Defizite oder Dysbalancen bestehen, und therapieren individuell".

App und Physiotherapeutin beziehungsweise Physiotherapeut sind im Programm eng verbunden, so dass die von Rücken- oder Knieproblemen Betroffenen fachgerecht begleitet werden und auf ihre Fragen individuell eingegangen werden kann. Die Therapeutin oder der Therapeut ist dank der App stets über Schmerz, Therapiefortschritt und Zufriedenheit informiert und kontaktiert den Teilnehmenden bei Bedarf.

Integriert in die Versorgung

"Herodikos plus" ist das am häufigsten von den Krankenkassen unterstütze Angebot für Video-Physiotherapie und App-basierte Bewegungstherapie in Deutschland. Es ist für mehr als 16 Millionen Versicherte der teilnehmenden Krankenkassen kostenfrei verfügbar und kann für bis zu zwölf Monate genutzt werden. Patientinnen und Patienten können sich das Programm durch einen der aktuell über 150 teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte bundesweit verordnen lassen. 

Hinweis an die Redaktion

Die Herodikos GmbH aus Niedersachsen bietet digitale Versorgungsangebote aus dem Bereich der Bewegungstherapie - derzeit gemeinsam mit über 55 Krankenkassen. Das Unternehmen wurde 2019 im Umfeld der Universität Oldenburg gegründet. Herodikos hat ein eigenes ärztlich-therapeutisches Team und beschäftigt sich damit, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems entscheidend zu verbessern.