Mainz, 30. April 2020. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat ihren Vertrag mit dem Hausärzteverband Rheinland-Pfalz zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) weiterentwickelt und insbesondere um digitale Innovationen erweitert. Derzeit nehmen rund 330 Ärztinnen und Ärzte an dem Vertrag teil, das sind rund neun Prozent aller hausärztlich tätigen Ärzte im Land. In den seit 2013 bestehenden Vertrag sind derzeit 8.000 TK-Versicherte eingeschrieben. 

Versorgung durch Hausärzte weiter stärken

"Ziel der Weiterentwicklung ist es, die Versorgung durch Hausärzte weiter zu stärken. Hierbei spielt auch die Digitalisierung eine große Rolle, die wir mit dem Vertrag vorantreiben wollen. Der HZV-Vertrag unterstützt Hausärzte und -ärztinnen deshalb mit einem Innovationszuschlag, wenn die Praxis über mindestens drei von sechs digitalen Infrastrukturangeboten verfügt. Dazu gehört etwa die Online-Terminbuchung, die Videosprechstunde oder der Anschluss an die Telematikinfrastruktur", erklärt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz.

Betreuung chronisch kranker Menschen und Delegation 

Für die besonders aufwendige Betreuung von chronisch kranken Menschen erhalten die Hausärzte und Hausärztinnen ebenfalls eine Pauschale - unabhängig von einer gestellten ICD-Diagnose. Das gilt auch für Regelungen zur Arztentlastung. Diese sehen vor, dass Hausärzte bestimmte Aufgaben an Versorgungsassistenten (VERAH®) delegieren können, beispielsweise Hausbesuche mit einem telemedizinisch ausgestatteten Rucksack. Die enthaltenen Geräte können Messwerte wie Blutdruck oder EKG zum Arzt übertragen. Dieser kann dann bei Bedarf per Video zugeschaltet werden. "Insbesondere für ältere, multimorbide Patienten ist die telemedizinische Überwachung durch Versorgungsassistenten eine Erleichterung und auch der Arzt wird entlastet und kann seine Zeit für mehr Patientengespräche nutzen", sagt Dr. Barbara Römer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbands Rheinland-Pfalz e. V.. 

Fokus auf sprechende Medizin

Die sprechende Medizin wird auch durch das Depressions-Modul von Arriba® unterstützt, mit dem Arzt und Patient unter Nutzung einer speziellen Software gemeinsam über erste Therapieschritte beraten.