Digitale Anwendungen sind Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. Wir chatten mit unseren Freunden auf der ganzen Welt, der Paketzusteller bringt die im Internet bestellte Kleidung und die Architektin schickt die Pläne für das neue Haus per Email.

Digitales Leben spielt sich überall ab und wir sind mittendrin. Die Landesregierung greift die Chancen der Digitalisierung auf - für ein modernes, lebenswertes Rheinland-Pfalz. Unser Ziel ist es, Land und Leute zu vernetzen. Deswegen arbeiten wir in der Landesregierung im bundesweit ersten Digitalisierungskabinett zusammen. Gemeinsam gehen wir die digitalen Themen an, die die Menschen in Rheinland-Pfalz bewegen. In der "Strategie für das digitale Leben in Rheinland-Pfalz“, die wir im April 2018 beschlossen haben, hat die Landesregierung die zentralen Ziele und Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung für die kommenden Jahre gebündelt. Wir wollen, dass aus technischer Innovation sozialer und gesellschaftlicher Fortschritt entsteht.

Zukunftsfähige digitale Infrastruktur: unser Weg in die Gigabit-Gesellschaft

Eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur ist die Grundvoraussetzung, um Land und Leute zu vernetzen. Deswegen sorgt die Landesregierung dafür, dass alle Regionen des Landes am digitalen Fortschritt teilhaben können. Rheinland-Pfalz hat in den letzten Jahren bei der Versorgung mit schnellem Internet von rund 27 Prozent Ende 2011 auf knapp 80 Prozent Ende 2017 aufgeholt. Wir sind führend beim Ausbau des schnellen Internets bei 50 Mbit/s im ländlichen Raum deutschlandweit. Bis Ende des Jahres 2018 werden alle Landkreise durch Landes- und Bundesfördermittel in die Lage versetzt worden sein, den Ausbau der Breitbandinfrastruktur voranzutreiben. Außerdem hat das Land den Ausbau von 24 Stunden, sieben Tage die Woche frei nutzbaren WLAN-Hotspots "Wifi4rlp“ gestartet. In vielen Kommunen und auf landeseigenen Gebäuden funken sie bereits.

Digitalisierung in Gesundheit und Pflege: Gut versorgt durch die Chancen der Digitalisierung

Im Mittelpunkt der rheinland-pfälzischen Gesundheitspolitik stehen die Menschen. Stadt oder Land, Jung oder Alt: Jede Bürgerin und jeder Bürger in Rheinland-Pfalz hat einen Anspruch auf die Gewährleistung einer gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung, die qualitativ hochwertig, bezahlbar und in der Zukunft sicher ist. Die Bürgerinnen und Bürger sollen darauf vertrauen können, dass ihnen bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit umfassend geholfen wird. Durch die Digitalisierung entstehen neue Impulse für innovative Behandlungskonzepte. Auch ältere oder kranke Menschen, die alleine wohnen möchten, profitieren in vielen Bereichen von moderner Technik. Der Anteil allein lebender Seniorinnen und Senioren in Deutschland wird zukünftig steigen. Nicht nur der Bedarf an pflegerischer Unterstützung wird zunehmen, sondern auch der Bedarf an niedrigschwelliger Alltagsunterstützung. Dabei sind persönliche Beratung und technische Hilfen kein Widerspruch. Durch die Digitalisierung entstehen neue Impulse für innovative Behandlungskonzepte wie die Telemedizin. Weil der Bedarf an Pflege und auch an niedrigschwelliger Alltagsunterstützung zunehmen wird, hat die Landesregierung mit Partnern aus dem Gesundheitswesen das Zukunftsprogramm "Gesundheit und Pflege - 2020“ gestaltet. Wir setzen uns für die Umsetzung der Telematikinfrastruktur und die Einführung der elektronischen Patientenakten ein.

Zur Person:

Malu Dreyer wurde am 6. Februar 1961 in Neustadt an der Weinstraße geboren und lebt in Trier. Nach dem Abitur 1980 begann sie in Mainz Anglistik und Theologie zu studieren, wechselte dann aber zum Fachbereich Rechtswissenschaften. Nach ihrem zweiten Staatsexamen 1990 arbeitete Malu Dreyer zunächst weiter als Wissenschaftliche Assistentin im Fachbereich Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg Universität bis sie 1991 als Staatsanwältin nach Bad Kreuznach ging.

Von 1992 bis 1995 war Malu Dreyer als Mitarbeiterin des Wissenschaftlichen Dienstes des Rheinland-Pfälzischen Landtags in Mainz tätig. Dann zog es die Pfälzerin erneut nach Bad Kreuznach, wo sie am 18. Mai 1995 zur Hauptamtlichen Bürgermeisterin der Stadt gewählt wurde. Von 1997 bis 2002 war Malu Dreyer Dezernentin für Soziales, Jugend und Wohnen der Stadt Mainz. Der damalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, holte sie im Jahr 2002 in sein Kabinett als Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit. Das Ministerium wurde auch nach den Landtagswahlen in 2006 und 2011 von Malu Dreyer geführt.

Am 16. Januar 2013 wurde Malu Dreyer einstimmig von den Regierungsfraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz gewählt. In seiner konstituierenden Sitzung hat der rheinland-pfälzische Landtag am 18. Mai 2016 Malu Dreyer als Ministerpräsidentin wiedergewählt.