In seiner Eröffnungsrede zum Start des viertägigen Forums betonte Prof. Andreas Pinkwart Wirtschafts- und Digitalminister des Landes NRW, dass "wir schlecht beraten wären, wenn wir die Chancen der Digitalisierung nicht nutzen würden".  Nach seiner Einschätzung werde die Digitalisierung nicht nur im medizinischen, sondern auch im pflegerischen Bereich zunehmend als Chance und weniger als Risiko gesehen. 

Eröff­nung Medica Econ Forum 2019

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v.l. Dr. Jens Baas , Moderator Jürgen Zurheide, Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Elektronische Patientenakte

Eine Prognose, die TK-Vorstand Dr. Jens Baas teilte: "In zehn Jahren werden Arzt und Patient sowie die Ärzte untereinander viel stärker vernetzt sein als heute." Videosprechstunden und Online-Terminvereinbarungen würden dann zum Alltag gehören und der Dokumentenaustausch zwischen Ärzten über ein sicheres Netzwerk funktionieren. Die Digitalisierung werde die Ärzte entlasten, beispielsweise durch elektronische Gesundheitsakten wie TK-Safe. Rund 230.000 Versicherte würden die Akte schon heute nutzen und täglich kämen etwa 500 hinzu, berichtete Baas.

Pflege

Umso wichtiger sei es, die elektronische Patientenakte für alle Gesundheitsberufe zu öffnen, unterstrich Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung. Der Stellenwert der Digitalisierung in der Pflege werde in jedem Fall wachsen. Eine Einschätzung, die  Barbara Steffens, Leiterin der TK-Landesvertretung NRW, teilte. Schon heute sei der Markt für digitale Unterstützungsangebote aber so unübersichtlich, dass Nutzer kaum erkennen könnten, welche Produkte qualitätsgeprüft seien. Hier müsse der Gesetzgeber klare Regeln aufstellen, so Steffens. Die Entscheidung ob und wie solche Systeme oder gar Robotik künftig in der Pflege eingesetzt werden sollten, müssten letztendlich immer die Pflegbedürftigen treffen, forderte Prof. Andreas Lob-Hüdepohl, Mitglied des Ethikrats.

Diskus­si­ons­runde zur Pflege

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Barbara Steffens, Andreas Westerfellhaus

Digitalisierung

Dass die Digitalisierung vom Patienten her gedacht werden müsse, unterstrich auch  NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Nach seiner Überzeugung "wird die Digitalisierung die Sektorengrenzen im Gesundheitswesen sprengen und so endlich die Vernetzung im Gesundheitswesen ermöglichen". Als nächste Hürde sieht er die Finanzierung digitaler Angebote in der Regelversorgung. 

Digi­tale Inno­va­tionen in der Medizin

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Thomas Ballast (TK) und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im Gespräch (v.l.)

Innovationen

Grundsätzlich sei es aktuell immer noch ein Problem, Innovationen in die Fläche zu bekommen, konstantierte TK-Vize Thomas Ballast. "Es geht leider nicht von heute auf morgen", so sein Fazit. Die TK fördere Innovationen über ein eigenes Scouting-System bis hin zu Kooperationen. Doris Pfeiffer, Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, forderte in diesem Zusammenhang, die Innovationsförderung aus Steuergeldern und nicht aus Versichertenbeiträgen zu finanzieren.

Künstliche Intelligenz

Faszinierende Einblicke in den Einsatz "Künstlicher Intelligenz" (KI) im Gesundheitswesen gaben beim FORUM gleich mehrere Mediziner. So nutzt Dr. Felix Nensa, Radiologe an der Uniklinik Essen, KI und darauf basierende Algorithmen zur Entlastung in seinem Arbeitsalltag, "aber als Co-Pilot, nicht als Auto-Pilot". Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl, kann aber gut rechnen, formulierte Tobias Krafft (Geschäftsführer Trustes AI GmbH) sein Credo. Für Prof. Jana Koehler (CEO am Dt. Forschungszentrum KI) ist KI "eine wichtige Voraussetzung für ein leistungsfähiges und kostengünstiges Gesundheitssystem". Und WDR-"DocEsser" Dr. Heinz-Wilhelm Esser (Sana-Klinikum Remscheid) sieht in der KI einfach nur einen neuen Kollegen.

"DocEs­ser" beim Medica Econ Forum

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TV-Arzt Dr. Heinz-Wilhelm Esser

Eine umfangreiche Berichterstattung vom Forum bietet unser Twitterkanal unter #MedicaEconForum. Hier finden sie auch 15 Video-Interviews mit den prominentesten Teilnehmern. 

MEDICA ECON FORUM by TK - Programm

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