Mainz, 12. März 2019. Laut einer aktuellen Erhebung des Statistischen Landesamtes sind 161.164 Menschen in Rheinland-Pfalz pflegebedürftig. Das sind 57 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor (102.441). "Angesichts dieser demografischen Entwicklung untersucht die TK intensiv, inwiefern digitale Angebote eine Entlastung für Pflegende und Pflegebedürftige im Alltag darstellen können", erläutert Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK). "Diese Fragestellung ist nun auch die Basis der neuen gemeinsame Studie von TK und Philips, bei der eine innovatives Hausnotrufsystem teilnehmenden TK-Versicherten zu mehr Sicherheit im Haushalt verhelfen soll", so Simon weiter. Entsprechend dieser Kernidee ist das Programm auch benannt worden: "Sicher Zuhause".

Dank eines Funksenders, den die Probanden um den Hals tragen und welcher sie mit einer Basisstation verbindet, können bestimmte Daten identifiziert werden. Diese werden  - ergänzt mit der individuellen Krankheitsgeschichte der Person - sicher an geschultes Fachpersonal übermittelt und geben Auskunft über den tagesaktuellen Gesundheitszustand des Versicherten. Verschlechterungen können dank eines so genannten "Risiko Scores" schnell errechnet werden.

Dank der im Funksender integrierten Sensoren ist es möglich, auch Stürze schnell zu identifizieren. In diesem Fall wird ein automatischer Notruf ausgelöst und ein Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale, der über die Adresse und wichtige Informationen zur Krankheitsgeschichte des Betroffenen verfügt, meldet sich. Auch der Hilfebedürftige kann über die Freisprechanlage von überall in seiner Wohnung mit den Mitarbeitern des Notrufsystems in Kontakt treten. Abhängig von der Situation können Angehörige, Nachbarn oder der Notruf verständigt werden.

"Wir versprechen uns sehr viel von diesem Hausnotrufsystem, das aufgrund seiner spezifischen Algorithmen klassischen Hausnotrufsystemen weit überlegen ist. Wir sind davon überzeugt, dass das Programm "Sicher Zuhause" zu den digitalen Lösungen gehört, die es älteren Menschen ermöglicht, auch dann noch ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen, wenn Pflegebedarf aufkommt", betont der TK-Landeschef. Laut einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftrag der TK ist dies immerhin der Wunsch von 80 Prozent der Befragten in Rheinland-Pfalz.

Hintergrund für die Redaktionen

Kostenfrei an der achtmonatigen Studie teilnehmen können alle TK-Versicherten ab Pflegegrad 1, die Anspruch auf ein Hausnotrufsystem haben. Den Antrag zur Teilnahme an der Studie nimmt Philips entgegen. Das Hausnotrufgerät von Philips können die 500 Studienteilnehmer nach Ablauf der acht Monate behalten und weiterverwenden. Mehr dazu unter www.philips.de/sicherzuhause  oder unter der Projekt-Hotline 0800 567 7000.