Mainz, 26. Februar 2019. Gehörlose, die unter bestimmten Formen der Gehörlosigkeit leiden, können mit einem Cochlea-Implantat behandelt werden. Dieses elektronische medizinische Gerät übernimmt die Funktion der beschädigten Teile des Innenohrs, um Audiosignale an das Gehirn zu übertragen.

Um diese spezielle Behandlung Betroffenen in Rheinland-Pfalz anbieten zu können, hat die Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz federführend für alle Ersatzkassen gemeinsam mit dem Katholischen Klinikum Koblenz - Montabaur ein neues Versorgungsangebot geschaffen.

Behandlung nur interdisziplinär möglich

Weil es mit der Technik alleine nicht getan ist und das Gehirn nach jahrelanger Gehörlosigkeit oft erst lernen muss, was Geräusche überhaupt bedeuten, ist die Behandlung mit einem Cochlea-Implantat nur interdisziplinär möglich. Ärztliche, technische, pädagogische und audiologische Betreuung müssen eng ineinander greifen. Mit der Qualitätsinitiative Cochlea-Implantat (QuIN-CI) sorgt die TK dafür, dass Patienten ihr Leben lang optimal versorgt und betreut werden. QuIN-CI setzt dabei auf Qualitätsziele, die über die medizinischen Leitlinien hinausgehen und für den gesamten Behandlungsprozess von der Diagnose über die Operation bis zur lebenslangen Nachsorge gelten. Die Behandlung findet deshalb in besonders qualifizierten Zentren statt. 
Behandlungsqualität hat oberste Priorität. 

"Da jeder Fall anders gelagert ist, muss eine Behandlung mit einem Cochlea-Implantat auf den persönlichen Bedarf des einzelnen Patienten abgestimmt sein, um ein optimales Ergebnis zu erreichen", erklärt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz. "Die Behandlungsqualität hat dabei oberste Priorität. Wir freuen uns deshalb, mit dem Katholischen Klinikum Koblenz - Montabaur und seiner HNO-Klinik am Marienhof einen Partner gefunden zu haben, der diese sicherstellt."


QuIN-CI: Qualitätsinitiative Cochlea-Implantation