Berlin, 14. April 2021. Online einen Arzttermin buchen und ihn per Videosprechstunde absolvieren, Gesundheitsapps und ein elektronisches Rezept nutzen: Das wünschen sich die meisten Berlinerinnen und Berliner. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Berlin. 

Wahlen 2021: digi­tale Möglich­keiten

TK-Infografik: Welche digitalen Möglichkeiten wünschen sich die Menschen in Berlin? Repräsentative Befragung zur Wahl 2021. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Welche digitalen Möglichkeiten würden die Menschen in Berlin nutzen? Repräsentative Befragung der TK zur Abgeordnetenhauswahl 2021.

Besonders wichtig ist den Befragten, dass sie online einen Arzttermin buchen können. 86 Prozent wollen diesen Service nutzen. Eine große Mehrheit (83 Prozent) wünscht sich eine digitale Begleitung im Falle einer chronischen Erkrankung, sodass zum Beispiel ihre Gesundheitswerte regelmäßiger überprüft werden. Für Hausbesuche von Arzt-Assistenten mit Video-Unterstützung durch den Arzt sprechen sich 71 Prozent aus, fast ebenso viele (70 Prozent) möchten das elektronische Rezept nutzen. 

Video-Sprechstunden, bei denen man über Bildschirm und Mikrofon mit Ärztin oder Arzt sprechen kann, sind für knapp zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) ein Angebot, das sie in Anspruch nehmen würden. 61 Prozent sprechen sich für Gesundheitsapps als Unterstützung bei Krankheiten wie Diabetes oder Migräne aus. 

Vorteile der Digitalisierung 

"Die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner sieht deutlich die Vorteile der Digitalisierung, wenn es um Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit geht", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin. "Wir wollen gemeinsam mit den Akteuren im Gesundheitswesen und der Politik in Land und Bund dafür sorgen, dass diese hohen Erwartungen erfüllt werden." 

In der Corona-Pandemie ist die Akzeptanz für die Digitalisierung im Gesundheitswesen offensichtlich weiter gewachsen. So finden es 98 Prozent der Befragten "sehr wichtig" oder "wichtig", dass der fachliche Austausch zwischen Ärzten zu Diagnosen und Behandlungswegen auf diese Weise gefördert wird. 

Doppeluntersuchungen vermeiden 

Ein weiterer Vorteil der digitalen Vernetzung wird darin gesehen, dass Behandlungen verstärkt ambulant durchgeführt werden können (71 Prozent). Für mehr als zwei Drittel (69 Prozent) ist "wichtig" oder "sehr wichtig", dass durch Digitalisierung unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden können. Bei den über 60-Jährigen sind dies sogar 80 Prozent.

"Die Corona-Pandemie hat gezeigt, welches Potenzial die Digitalisierung bietet", sagt Susanne Hertzer. Allerdings sei auch sehr deutlich geworden, wo dringend Nachholbedarf entsteht. "Die digitale Vernetzung über Sektorengrenzen hinweg wird die Patientensicherheit weiter erhöhen und das Gesundheitswesen für alle verbessern." 

Hinweis für die Redaktion 

Die Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 11. bis 25. Januar 2021 durchgeführt. Die angegebenen Zahlen beziehen sich auf Berlin. Die Befragten repräsentieren einen Querschnitt der volljährigen Bevölkerung im Land.