Stuttgart, 20. Juli 2020. Patienten können sich künftig per Videosprechstunde krankschreiben lassen - unter der Voraussetzung, dass sie der behandelnden Arztpraxis bekannt sind und die Erkrankung eine Untersuchung per Videosprechstunde zulässt. Das gilt insbesondere für Erkältungskrankheiten, Hautausschläge oder andere einfach per Bildschirm zu diagnostizierende Krankheiten.  

Insgesamt rund 6.200 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten bieten derzeit in Baden-Württemberg nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) Videosprechstunden an. Die TK bezieht sich dabei auf das Arztsuch-System der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW).  

Die Arztgruppe, die am häufigsten Fernbehandlung per Videochat ermöglicht, sind die Psychotherapeuten. Sie stellen mit rund 3.000 knapp die Hälfte der Anbieter. Krankschreibungen dürfen allerdings nur die psychotherapeutisch tätigen Ärztinnen und Ärzte vornehmen, eine psychologische Ausbildung genügt nicht. Hinzu kommen knapp 1.900 Hausärzte - inklusive Kinderärzte - sowie 1.300 in anderen Fachgebieten tätige niedergelassene Mediziner.   

"Die Videosprechstunde per Computer, Smartphone oder Tablet ist für Patientinnen und Patienten in vielen Fällen eine ideale Alternative zum herkömmlichen Arztbesuch. Sie sparen nicht nur Zeit, sondern entgehen auch der Infektionsgefahr durch andere Personen im Wartebereich", sagt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg.  

Hinweis für die Redaktionen:

Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, die Videosprechstunden in Baden-Württemberg anbieten, können über www.arztsuche-bw.de  ermittelt werden ("Erweiterte Suche" nutzen, dann unter "sonstige Praxismerkmale" Videosprechstunde auswählen).