An den zwei Kongresstagen trafen sich, wie jedes Jahr, wichtige Entscheider aus dem Gesundheitswesen im Grand Elysée Hotel in Hamburg. Neben Vorträgen und Diskussionen ging es am 17. und 18. September natürlich auch um's "Netzwerken". Über ihre Eindrücke berichtet Maren Puttarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, im Interview. 

Frau Puttfarcken, welche Themen standen in diesem Jahr auf dem Programm?

Puttfarcken: Ganz oben auf der Agenda stand die Digitalisierung, welche Chancen sie für das Gesundheitswesen bietet und wie sie zur Entlastung von Fachkräften, insbesondere von Pflegekräften, beitragen kann. Auch das Thema Vernetzung und künstliche Intelligenz (KI) waren sehr präsent.

Maren Puttfarcken

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Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg

Was waren Ihre persönlichen Highlights?

Puttfarcken: Am ersten Kongresstag hatte ich die Möglichkeit, unter dem Programmpunkt "Vernetzung als Chance - die elektronische Patientenakte aus Kassensicht" unsere elektronische Gesundheitsakte TK-Safe vorzustellen. Im Vorfeld kam in verschiedenen Zusammenhängen die Frage auf, wer eigentlich der Treiber bei der Digitalisierung sei. Ich bin der Meinung, dass der Patient nur Treiber sein kann, wenn er einen klaren Nutzen in den digitalen Anwendungen sieht - unabhängig vom Alter. Deshalb soll TK-Safe auch mehr sein als ein elektronischer Aktenordner. Perspektivisch soll TK-Safe eine digitale Versorgungsplattform sein, mit der unsere Versicherten ihre Gesundheit selbst managen können.

Außerdem habe ich spannende Einblicke in digitale Innovationen bekommen: Ich durfte zum Beispiel am Stand des Health Innovation Port (HIP) das Produkt eines Start-ups ausprobieren, welches zurzeit im Co-Working Space arbeitet. Mein Rücken wurde anhand eines Smartphones vermessen - anschließend gab es individuelle Bewegungstipps, die genau auf meine Schwachstellen zugeschnitten waren.

Was nehmen Sie für sich vom Kongress mit?

Puttfarcken: Die Gesundheitswirtschaft in Hamburg wächst und hat damit laut der aktuellen Wifor-Studie sogar die maritimen Wirtschaftszweige überholt. Außerdem gilt die Hansestadt als führender Standort für eHealth. An diese Entwicklung müssen wir anknüpfen, damit Hamburg Vorreiter in der Digitalisierung bleibt.

Mit unserer elektronischen Gesundheitsakte  TK-Safe , Projekten wie dem elektronischen Rezept (E-Rezept), der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) oder dem NetzWerk GesundAktiv (NWGA) leisten wir als TK bereits einen guten Beitrag. Auf dem Kongress konnte ich wieder viele neue Impulse sammeln und interessante Kontakte knüpfen. 

Weitere Eindrücke zum 15. Gesundheitswirtschaftskongress gibt es auch auf Twitter unter dem Hashtag #GWK19.