Schwerin, 14. Januar 2021. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Mecklenburg-Vorpommern empfiehlt der Landesregierung anlässlich des heute in Greifswald stattfindenden KI-Events, eine interdisziplinäre Landesstrategie Künstliche Intelligenz (KI) zu entwickeln. "Um den Anschluss in diesem wichtigen Zukunftsfeld nicht zu verlieren, wäre das ein erster Schritt für den konstruktiven Umgang mit KI in unserem Bundesland. Die TK unterstützt gerne aktiv dabei", sagt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. Die TK-Landeschefin ist zugleich Digitalisierungsbotschafterin und setzt sich aktiv für die konstruktive Gestaltung der Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern ein.  

Das Digital Health Hub Greifswald bietet mit dieser Veranstaltung einen ersten Aufschlag für den Einsatz von KI in der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Internationale Referenten und  Experten des Landes aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medizin wägen die Chancen im Bereich von KI und Gesundheit ab.

Regionale Akzente für Künstliche Intelligenz setzten

Auch die Bundesregierung hat mit einer KI-Strategie den Rahmen für die politische Gestaltung der weiteren Entwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz in Deutschland gesetzt. Regionale Akzente, die Richtungsentscheidung in Mecklenburg-Vorpommern mitzutragen, fehlen bislang. "Wir in Mecklenburg-Vorpommern dürfen uns nicht abhängen lassen und müssen das Thema KI selbstbewusst und - an den Bedarfen unseres Landes orientiert - eigenständig gestalten", fordert Austenat-Wied. "Der Breitbandausbau schreitet voran und die Innovationszentren beschleunigen den Transformationsprozess der Wirtschaft. Mit einer Landesstrategie kann der Nordosten ein Player in der digitalen Medizin werden. Als Flächenland mit geringer Einwohnerdichte ist Mecklenburg-Vorpommern die ideale Pilotregion, um skalierbare KI-Lösungen zu testen."

Modellprojekte zur Erprobung

Auf dem Weg zur flächendeckenden Anwendung künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen müssen an den Standorten der Universitätskliniken Modellprojekte zur Erprobung der KI im Gesundheitswesen geschaffen werden. Durch die Analyse strukturierter Daten können Krankheitsverläufe automatisiert abgeglichen und anhand echter Versorgungsdaten die besten Behandlungsoptionen ermittelt werden.           

"Die TK betrachtet KI als wichtigen Teilbereich der Digitalisierung und möchte, dass KI im Sinne der Versicherten in das Gesundheitssystem integriert wird. Daher engagieren wir uns intensiv in der Versorgungsforschung, mit dem Ziel, die Behandlungsqualität und Patientensicherheit zu verbessern", erklärt die TK-Landeschefin.

Datenschutz hat oberste Priorität

Für die TK ist dabei oberste Priorität, die strikte Einhaltung der Datenschutzanforderungen. Nur die Daten, die auf Grundlage gültiger Gesetze zur Verfügung stehen, werden genutzt. Gleichzeitig ist es wichtig, den Mehrwert für die Patienten im Blick zu haben. Austenat-Wied: "Wir sehen uns in der Rolle des Treibers, der Dinge voranbringen und auch gestalten möchte. Dies haben wir etwa mit unserer elektronischen Patientenakte bereits erfolgreich getan." 

Die strukturierte  KI-Strategie  zum Nachlesen.