Hamburg, 27. Juli 2018. Die Umsetzung des Pilotprojekts "elektronische Arbeitsunfähigkeit" (eAU) der Techniker Krankenkasse (TK) geht zum nächsten Schritt über: Künftig müssen TK-versicherte Mitarbeiter der TK und des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) ihre AU-Bescheinigung nicht mehr per Post oder persönlich einreichen und können sich ganz auf ihre Genesung konzentrieren.

Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), sagt: "Mit unserer digitalen Agenda möchten wir durch innovative Lösungen Abläufe im Gesundheitswesen schneller und einfacher gestalten. Die digitale Krankschreibung ist ein gutes Beispiel für echte Vereinfachung und Beschleunigung durch die Möglichkeiten der Digitalisierung."

TK als einer der ersten Arbeitgeber angebunden

Bisher haben Arbeitnehmer im Krankheitsfall ihre AU-Bescheinigung in dreifacher Ausführung erhalten - zur Vorlage bei der Krankenkasse, bei dem Arbeitgeber und für die eigenen Unterlagen.

Seit September vergangenen Jahres ermöglicht die TK teilnehmenden Ärzten, überwiegend aus Schleswig-Holstein und Hamburg, den gelben Schein per Mausklick elektronisch an die TK zu übermitteln. Seit Juni 2018 können auch Ärzte aus Nordrhein-Westfalen am eAU-Projekt teilnehmen.

"Als erste Arbeitgeber sind die TK und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) angebunden. Allein bei der TK erreichen wir damit rund 6.100 Mitarbeiter. Gemeinsam mit dem UKSH kommen wir insgesamt auf rund 9.500", sagt Ballast. Voraussetzung ist, dass auch der zuständige Arzt bei dem elektronischen Verfahren mitmacht. "Mit der digitalen Krankschreibung ist uns ein weiterer Schritt sowohl im Sinne unserer Versicherten als auch im Sinne der Ärzte und Arbeitgeber gelungen", so Ballast weiter.

So funktioniert die digitale Krankschreibung

 Stimmt der Patient in der Arztpraxis einer elektronischen Übermittlung der Krankmeldung zu, können die teilnehmenden Arbeitgeber nach eingegangener Krankmeldung des Arbeitnehmers bei der TK die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) abfragen. Diese wird den Arbeitgebern dann durch die TK elektronisch zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter brauchen sich dann nur noch mündlich bei ihrem Arbeitgeber krank zu melden. Dabei erfährt der Arbeitgeber nichts über die Diagnose der Mitarbeiter.

Der Datenaustausch zwischen den Arbeitgebern und der TK erfolgt nach den bestehenden Regelungen durch eine gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung.

Auch den Versichertendurchschlag der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung möchte die TK zukünftig den Versicherten elektronisch zur Verfügung stellen. So würden alle drei Zettel der Krankschreibung - für die Krankenkasse, den Arbeitgeber und den Versicherten - digitalisiert.

Hinweis an die Redaktion

Stand heute nehmen an dem elektronischen Versand des gelben Scheins an die Krankenkasse circa 16.200 Versicherte und mehr als 510 Ärzte teil - überwiegend aus Schleswig-Holstein, Hamburg und seit kurzem auch in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 38.000 Bescheinigungen konnten seit Start der ersten Projektphase im September erfolgreich bei der TK verarbeitet werden.

Weitere Informationen rund um das Thema elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung  finden Sie unter dem Webcode 985952.