Bremen, 5. Februar 2021. Video-Sprechstunden haben durch die Pandemie an enormer Bedeutung gewonnen. Die Nutzerzahlen in Bremen sind im ersten Halbjahr 2020 sprunghaft angestiegen. Demnach haben sich 15 Bremer TK-Versicherte im ersten Quartal ausschließlich über Video-Sprechstunden von ihren niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten behandeln lassen. Im zweiten Quartal waren es schon 288 Versicherte.  

Vorteile für die Patienten

"Der digitale Austausch bringt für den Patienten eine Reihe von Vorteilen, zum Beispiel die zeitnahe und kontaktlos zur Verfügung stehende Experten- bzw. Zweitmeinung oder den Wegfall von Wartezeiten", sagt Dr. Susanne Klein, Leiterin der TK-Landesvertretung Bremen.

Gesetzliche Stärkung

Video-Sprechstunden werden auch gesetzlich weiter gestärkt. Letzte Woche wurde der Entwurf des dritten Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) im Kabinett beschlossen. Der Gesetzesentwurf sieht unter anderem vor, dass Video-Sprechstunden auf Hebammen und Heilmittelerbringer ausgeweitet werden. Außerdem sollen Ärztinnen und Ärzte eine Arbeitsunfähigkeit auch bei ausschließlicher Fernbehandlung ausstellen können.

"Der Durchbruch bei der Video-Sprechstunde sollte nun auch das Signal sein, in diesem Jahr das elektronische Rezept im Gesundheitswesen zu etablieren", meint Klein. "Das E-Rezept ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Behandlungskette zu digitalisieren und unnötige Kontakte zu vermeiden."

Mit dem Projekt "eRezept Deutschland" bietet die TK ihren Versicherten bereits jetzt die Möglichkeit, das elektronische Rezept zu nutzen.