Stuttgart, 13. November 2020. Auf eine Untersuchung beim Hautarzt müssen Patienten oft etwas länger warten. Bei der Terminvermittlung der Techniker Krankenkasse (TK) in Baden-Württemberg wurde 2019 am häufigsten Unterstützung beim Gang zum Dermatologen nachgefragt: Insgesamt in 18,5 Prozent aller Fälle. Mit großem Abstand folgten Terminwünsche beim Radiologen mit zehn und beim Augenarzt mit acht Prozent.

TK übernimmt Online-Hautcheck

Für einen schnellen und einfachen Zugang zu einem Dermatologen bietet die TK jetzt auch eine fachärztliche Online-Beratung bei Hautproblemen an. Dazu hat die TK einen Vertrag mit der Internetplattform OnlineDoctor geschlossen, die eng mit dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) zusammenarbeitet.

Großer Anteil von Dermatologen aus Baden-Württemberg

"Die Versicherten schildern in einem strukturierten Fragebogen ihre Beschwerden und laden Fotos der betroffenen Hautstellen hoch. Innerhalb von 48 Stunden schätzt dann ein niedergelassener Hautarzt die Symptome ein und empfiehlt eine Therapie“, erklärt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung. Die Patienten können sich aus derzeit mehr als 200 Dermatologen einen Arzt ihres Vertrauens auswählen, 38 davon praktizieren in Baden-Württemberg.

Unabhängig von Ort und Zeit

"Mit dem Online-Hautcheck erhält man eine komfortable, hochwertige und sichere Behandlung ohne lange Anfahrt und Wartezeit. Die Teilnehmer können losgelöst von Öffnungszeiten jederzeit ihre Probleme schildern. Wer sich die Option eines späteren Praxisbesuchs bei dem gleichen Arzt offen halten will, kann sich gezielt einen Mediziner in der eigenen Region aussuchen", empfiehlt Vogt. Gerade für mobile Menschen mit viel Hektik im Berufsalltag, aber auch mit Blick auf den Infektionsschutz in Corona-Zeiten, sei das eine hochattraktive und innovative Lösung.

Beurteilung von Bildern ist Routine

Dr. Heiko Grimme, teilnehmender Hautarzt aus Stuttgart, bestätigt: "Smartphone-Bilder zu beurteilen ist für Dermatologen schon lange nichts Ungewöhnliches mehr. Wir sehen den Bedarf und sind bereit, ein sicheres Tool auch entsprechend zu nutzen."  Nach Auswertungen des Plattformanbieters OnlineDoctor könne 85 Prozent der Patienten abschließend aus der Ferne geholfen werden. Zur sicheren Beurteilung von auffälligen Muttermalen rät Grimme allerdings zum Vor-Ort-Termin.

So funktioniert der Online-Hautcheck