Magdeburg, 2. November 2018. Vor dem Hintergrund der an diesem Wochenende anstehenden Entscheidung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt zur generellen Zulassung von Online-Sprechstunden plädiert die Techniker Krankenkasse (TK) dafür, sinnvolle medizinische Fernbehandlungen im Bundesland zu ermöglichen.

Jens Hennicke, Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt: "Eine Videosprechstunde - auch ohne vorherigen direkten Arzt-Patienten-Kontakt wird die reguläre medizinische Versorgung niemals vollständig ersetzen. Sie kann sie aber sowohl für den Patienten als auch für die Arztpraxis sinnvoll ergänzen. Daher sollte es individuell jedem Mediziner selbst überlassen sein, digitale Möglichkeiten in seiner Praxis auszuschöpfen. Es wäre bedauerlich, wenn aufgrund eines abschlägigen Votums der Kammer diese Chance für Sachsen-Anhalt ungenutzt bliebe."

Hintergrund 

Die Delegierten des Deutschen Ärztetags haben im Mai dieses Jahres die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Eine Beratung oder Behandlung über Kommunikationsmedien ist nun auch möglich, wenn es sich um einen sogenannten Erstkontakt des Arztes mit dem Patienten handelt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Landesärztekammern ihre Musterberufsordnungen entsprechend anpassen. In einigen Bundesländern wie beispielsweise Baden-Württemberg, Bayern, Schleswig-Holstein oder Sachsen ist das bereits geschehen.