Mainz, 14. Dezember 2020. Über Nacht hat sich ein juckender Hautausschlag irgendwo am Körper ausgebreitet, eine gerötete Stelle lässt einen entzündeten Insektenstich oder vielleicht einen Zeckenbiss vermuten oder schmerzhafte Bläschen an der Lippe sind plötzlich hervorgetreten? Ein zeitnaher Termin beim Hautarzt wäre jetzt wünschenswert, ist aber häufig nicht zu bekommen. In solchen Fällen bietet die Techniker Krankenkasse (TK) ihren Kunden jetzt als erste gesetzliche Krankenkasse die Möglichkeit einer digitalen Beratung durch einen Facharzt an. Deutschlandweit nehmen über 250 Dermatologen an dem TK-Angebot teil, davon acht aus Rheinland-Pfalz.

Fragebogen ausfüllen und Fotos hochladen

Der Versicherte muss für eine medizinische Einschätzung seines Hautproblems einen strukturierten Fragebogen ausfüllen und ein Foto der betreffenden Hautstelle im Online-Portal hochladen. Innerhalb von 48 Stunden erhält er eine Einschätzung und eine Therapieempfehlung durch einen teilnehmenden Hautarzt. Mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung per Mail und SMS kann der Patient das Ergebnis von dem gesicherten Portal herunterladen. Die Begutachtung von Muttermalen ist von dem digitalen Angebot ausgeschlossen.

"Mit der digitalen Beratung entlasten wir sowohl die Facharztpraxen als auch die Versicherten und vermeiden zudem unnötige Kontakte während der Pandemie. Häufig benötigt ein geschulter Arzt nur die Historie der Erkrankung und einen Blick auf die Hautveränderung, um eine zuverlässige Diagnose stellen zu können. Das geht auch anhand von Fotos und des Fragebogens. So spart der Patient Zeit und eventuell weite Wege, insbesondere in den ländlich geprägten Teilen von Rheinland-Pfalz", sagt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz.

Flexibilität für Arzt und Patient

Auch für Dr. Uwe Kirschner, teilnehmender Dermatologe aus Mainz, liegen die Vorteile auf der Hand. "Patienten können mit einem Facharzt von überall und jederzeit Kontakt aufnehmen. Und der Arzt kann frei entscheiden, wann er die Anfragen innerhalb des Zeitrahmens beantworten kann", sagt Dr. Kirschner. Gerade in Zeiten von Corona sei es gut, dass Patienten eine Ersteinschätzung erhalten könnten, ohne unbedingt eine Praxis aufsuchen zu müssen. In einigen Fällen sei es jedoch notwendig, dass der Patient im Nachgang zur Ersteinschätzung in die Praxis komme, weil manche Hautveränderungen auch durch Tasten oder mit Hilfe eines Auflichtmikroskops untersucht werden müssten, so Dr. Kirschner. 

So funktioniert der Online-Hautcheck

Der neue Online-Dienst ist für die Versicherten unter www.tk.de (Suchnummer 2094806) verfügbar. Zur Nutzung müssen dem Dienstleister lediglich Name, Versichertennummer und einige Kontaktdaten angegeben sowie ein Foto der Versichertenkarte hochgeladen werden.

Hinweis für die Redaktion: 

Für das Angebot Online-Hautcheck hat die TK einen Vertrag mit der Internetplattform "OnlineDoctor" geschlossen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der deutschen Dermatologen (BVDD) steht.