Schwerin, 25. Juni 2019. In Mecklenburg-Vorpommern lag der Anteil der gesetzlich Versicherten, die im Jahr 2017 an dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs erkrankten, mit einer Prävalenz von 369 pro 100.000 Versicherte fast doppelt so hoch wie in Hamburg. Dort waren es 211 Erkrankungen pro 100.000 Versicherten. Beim Blick auf andere Bundesländer zeigt sich, dass die Hautkrebsrate in den Ballungszentren vergleichsweise gering ausfällt. Berlin, Hamburg und Bremen haben den niedrigsten Anteil von allen 16 Bundesländern. Im Vergleich dazu belegt M-V den 5. Platz im Prävalenz-Ranking.

Für die stark variierende Erkrankungshäufigkeit gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Einer der plausibelsten: Im Flächenland M-V arbeiten mehr Menschen im Freien und sind stärker der UV-Strahlung ausgesetzt.

Zahl der Erkrankungen steigt

Mit rund 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Bei jeder siebten Erkrankung handelt es sich dabei um das gefährliche maligne Melanom, den schwarzen Hautkrebs. In den Jahren 2009 bis 2015 nahmen der helle Hautkrebs um mehr als 50 Prozent und der schwarze Hautkrebs um mehr als 30 Prozent zu. Zu spät erkannt, verläuft der schwarze Hautkrebs häufig tödlich.

Innovationsfondsprojekt TeleDermatologie hilft in der Versorgung

Moderne Technik, gut ausgebildete Ärzte und innovative Versorgungsansätze unterstützen dabei, dass bösartige Hautveränderungen zuverlässig diagnostiziert werden. Mit dem Innovationsfondsprojekt TeleDermatologie, welches die TK gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald, dem Institut für angewandte Versorgungsforschung, der Informations- und Kommunikationsgesellschaft Neubrandenburg umsetzt, erhalten Patienten bereits beim Hausarzt eine fachkundige dermatologische Einschätzung. Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern sagt der digitalen Dermatologie eine vielversprechende Zukunft voraus: "In wenigen Jahren werden neue Technologien unseren Ärzten helfen, ihre Diagnosen sicherer zu machen und Hautkrebs früher zu erkennen. Auch die Qualität der Versorgung wird gesteigert, etwa in den Flächenregionen unseres Bundeslands, wo heute schon ein Mangel an Dermatologen herrscht."