Hamburg, 8. März 2021. Videosprechstunden erleben während der Corona-Pandemie einen kräftigen Schub - auch die per Videotechnik erbrachten Psychotherapien. Seit dem Ausbruch der Pandemie ist in Hamburg die Zahl der Video-Therapiestunden um mehr als das Sechsfache gestiegen. Das zeigt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) in Hamburg. Während im ersten Quartal des vergangenen Jahres rund 2.500 Therapiestunden bei den TK-Versicherten abgerechnet wurden, waren es im zweiten Quartal bereits rund 16.840. 

"In der Psychotherapie bieten Video-Therapiestunden aktuell große Vorteile: Die Gespräche sind ohne Kontakte und damit auch ohne Ansteckungsgefahr unkompliziert und über größere Entfernungen möglich", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. "Auch wenn die Technik nicht bei allen Erkrankungen oder Patientengruppen eingesetzt werden kann, bietet sie in vielen Bereichen Vorteile. Wir hoffen, dass sich die Entwicklung auch in der Zeit nach der Pandemie weiter fortsetzt."

Psychische Erkrankungen auf Platz Eins

In Hamburg waren die Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen im vergangenen Jahr besonders auffällig - mit 3,6 Krankheitstagen pro Versicherte und Jahr. Das sind im Vergleich über ein Fünftel mehr als im bundesweiten Schnitt. Am zweithäufigsten fehlten TK-versicherte Erwerbspersonen in der Hansestadt wegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (zum Beispiel Rückenbeschwerden) mit 2,3 Tagen pro Kopf, gefolgt von Krankheiten des Atmungssystems mit 2,1 Tagen pro Kopf. 

Hinweis an die Redaktion

In Hamburg ist die Techniker Krankenkasse mit rund 480.000 Versicherten die größte gesetzliche Krankenversicherung. Die Zahlen zu den Fehlzeiten stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2021. Grundlage dafür bilden die rund 5,4 Millionen bei der TK-versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfänger) - davon rund 246.300 in Hamburg.