Die Video-Sprechstunde per Computer, Smartphone oder Tablet ist für Patienten außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten eine komfortable Alternative zum Besuch einer Zentrale des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Sie sparen viel Zeit, weil der Weg in die Bereitschaftsdienstzentrale und mögliche Wartezeiten entfallen. 

Voraussetzungen der Video-Sprechstunde

Um die Video-Sprechstunde nutzen zu können, müssen die Krankheitszeichen eine Diagnose per Videotelefonie zulassen. Das gilt insbesondere für Erkältungskrankheiten, Hauterkrankungen oder andere Krankheiten, die per Bildschirm diagnostiziert werden können. 

Patienten, die sich für die Video-Sprechstunde entscheiden, können darüber hinaus ein elektronisches Rezept (eRezept) bekommen, das das herkömmliche Papierrezept ersetzt. Die Versicherten können ihr Rezept online an eine nahegelegene Apotheke weiterleiten und die Arzneimittel anschließend dort abholen. Sind Arzneimittel nicht vorrätig, bekommen die Versicherten eine entsprechende Information und gehen entweder erst dann in die Apotheke, wenn das Arzneimittel verfügbar ist, oder vergeben das Rezept an eine andere Apotheke. So entfallen doppelte Wege in die Apotheke.

Kostenlose Registrierung

Versicherte, die die Video-Sprechstunde und das eRezept nutzen möchten, können sich kostenlos für den Service registrieren. Alle Informationen, auch zu den technischen Voraussetzungen, gibt es auf den Internetseiten des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes Hessen

Das eRezept können die Versicherten über das elektronische Verordnungsportal MORE ("Mein Online-Rezept") unter www.mein-onlinerezept.de versenden und verwalten. Das eRezept startet zunächst im Rhein-Main-Gebiet und wird im nächsten Schritt landesweit in ganz Hessen ausgerollt. 

Das Modellprojekt ist eine Kooperation der Techniker Krankenkasse gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, dem Hessischen Apothekerverband (HAV), der AOK Hessen und der DAK-Gesundheit sowie dem IT-Dienstleister Optica.