München, 24. Juli 2020. Patienten können sich künftig per Videosprechstunde krankschreiben lassen - unter der Voraussetzung, dass sie der behandelnden Arztpraxis bekannt sind und die Erkrankung eine Untersuchung per Videosprechstunde zulässt. Das gilt insbesondere für Erkältungskrankheiten, Hautausschläge oder andere einfach per Bildschirm zu diagnostizierende Krankheiten.  

Insgesamt rund 7000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten bieten derzeit in Bayern nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) Videosprechstunden an. Die TK bezieht sich dabei auf das Arztsuch-System der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB).  

"Die Videosprechstunde per Computer, Smartphone oder Tablet ist für Patientinnen und Patienten in vielen Fällen eine ideale Alternative zum herkömmlichen Arztbesuch. Sie sparen nicht nur Zeit, sondern entgehen auch der Infektionsgefahr durch andere Personen im Wartebereich", sagt Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern. Besonders geeignet ist die Videosprechstunde für Patienten mit Erkältungskrankheiten, Hautausschlägen oder anderen einfach per Video zu diagnostizierenden Krankheiten.

Angesichts der Corona-Pandemie wollen immer mehr Patienten ärztliche Video-Sprechstunden nutzen. "Laut einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der TK ist die Akzeptanz von Online-Sprechstunden von 35 Prozent im Dezember auf aktuell 50 Prozent gestiegen", so Bredl. "Besonders groß ist die Zustimmung bei den Befragten, die während der Corona-Pandemie im Homeoffice gearbeitet haben. 73 Prozent von ihnen unterstützen die Möglichkeit der Behandlung per Videotelefonie."

Anzahl der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten mit Videosprechstunden-Genehmigung in Bayern:

München Stadt und Land

1.421

Oberbayern

1.488

Niederbayern

499

Oberpfalz

508

Schwaben

740

Oberfranken

408

Mittelfranken

1.407

Unterfranken

594

Summe

7.065