Mainz, 28.Juli 2020. Angesichts der Corona-Pandemie ist das Vertrauen der Rheinland-Pfälzer in digitale Angebote offenbar stark gestiegen. Das zeigte eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach gaben 40 Prozent der Befragten in Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland an, im beruflichen Kontext häufiger Telefon- und Videokonferenzen zu nutzen, als dies vor der Corona-Krise der Fall gewesen sei. Auch privat scheint die Bereitschaft, auf die Vorzüge der Digitalisierung zurückzugreifen, erhöht: Ein Drittel der Befragten an Rhein, Main und Saar gaben an, Videokonferenzen häufiger zu nutzen, um mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben.

Immer mehr Ärzte bieten Videosprechstunde an

"Auch die Bereitschaft, ärztliche Online-Sprechstunden zu nutzen, ist in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland stark gestiegen", bestätigt TK-Landesvertretungsleiter, Jörn Simon. Während eine Forsa-Umfrage im Dezember 2019 zeigte, dass sich gerade einmal 27 Prozent der Menschen an Rhein, Main und  Saar vorstellen konnten, sich von Ihrem Arzt per Videotelefonie behandeln zu lassen - der niedrigste Wert unter den Bundesländern -, sind inzwischen über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) bereit dazu.

Zeitersparnis - ein wichtiger Faktor

Zu den angegebenen Gründen für die gestiegene Akzeptanz solcher digitalen Angebote rangiert die Zeitersparnis (78 Prozent) sogar noch vor der Vermeidung des Infektionsrisikos durch eine persönliche Begegnung (71 Prozent). Fast einem weiteren Drittel verhilft die Videosprechstunde zu einem Facharztgespräch, der sich nicht in der Nähe befindet.

Generation 70 plus: Jeder Dritte dafür 

Die Umfrage hat aber auch gezeigt, dass Online-Sprechstunden nicht nur bei der jungen Generation ankommen. Selbst bei den Befragten ab 70 Jahren gibt bundesweit aktuell fast jeder Dritte (29 Prozent) an, dass er seinen Arzt per Videotelefonie konsultieren würde. Im Dezember wollten in der Generation 70 plus nur 13 Prozent eine Online-Sprechstunde nutzen. Diese Werte verdeutlichen, dass angesichts der Corona-Pandemie die Aufgeschlossenheit für eine Behandlung per Videotelefonie in allen Altersgruppen zugenommen hat.

TK bietet inzwischen komplette digitale Versorgung an

 "Bereits vor der Pandemie hat sich die TK auf den Weg gemacht, um unsere Versicherten - im Krankheitsfall - komplett digital versorgen zu können", betont TK-Landeschef Simon. "Insbesondere während der Pandemie war es extrem hilfreich, dass es für unsere Kasse möglich ist, Versicherte über die TK-Doc-App ärztlich behandeln und krankschreiben zu können", so Simon weiter. Im Fall, dass ein Medikament benötigt wird, ist es zudem möglich, ein elektronisches Rezept auszustellen und dem Versicherten online zu übermitteln. Das Behandlungsspektrum umfasst acht Krankheitsbilder vom grippalen Infekt über Magen-Darm-Infekt und Migräne bis hin zu Rückenschmerzen und Corona-Symptomen.

Hinweis für die Redaktion

Für die bevölkerungsrepräsentativen Umfragen hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK sowohl im Dezember 2019 als auch im Mai 2020 bundesweit jeweils 1000 Menschen ab 18 Jahren befragt.