Düsseldorf, 29. April 2020. Verantwortlich für die meisten Fehlzeiten der TK-versicherten Erwerbstätigen in NRW waren im letzten Jahr mit durchschnittlich 3,05 Arbeitsunfähigkeitstagen pro Kopf psychische Erkrankungen wie Depressionen, Burnout oder Angststörungen. Ab sofort bietet die Techniker Krankenkasse (TK) ihren Versicherten die Virtual Reality nutzende Angsttherapie Invirto an.

Barbara Steffens, Leiterin der TK- Landesvertretung in NRW: "Um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu minimieren, bleiben viele Menschen lieber zu Hause, statt sich durch die notwendigen Therapie Hilfe zu holen. Gerade für Angstpatientinnen und -patienten kann das in Coronazeiten besonders belastend sein. Deswegen bieten wir dieser Zielgruppe etwas Neues an. Bei dieser Therapie können Patienten ihre Ängste mit einer psychotherapeutischen App, Übungen zur Angstbewältigung und therapeutischer Begleitung durch Videotelefonate und durch mit Virtual-Reality-Brille projizierten Übungsszenen in den eigenen vier Wänden angehen."

Schneller Zugang zu hochwertiger Psychotherapie

Das Behandlungskonzept ermöglicht den Patienten einen schnellen Zugang zu einer hochwertigen Psychotherapie. Versicherte mit Angstsymptomen können ab sofort unter der Telefonnummer 040 - 30 92 47 13 ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten für die Invirto-Therapie vereinbaren. Das Erstgespräch mit einer umfangreichen psychotherapeutischen Diagnostik erfolgt während der Corona-Pandemie per Videotelefonie mit einem Therapeuten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH).

Digitale Bilder - reale Ängste 

Die Teilnehmer können innerhalb von etwa vier Wochen eine App-gestützte Therapie absolvieren. Das Programm umfasst therapeutische Videos, angeleitete Übungen und Virtual-Reality-Szenen wie Aufzug- und U-Bahnfahrten oder Menschenansammlungen, die einen neuen Umgang mit der Angst von zu Hause aus erlauben. Damit entsprechen Inhalte und Umfang von Invirto einer Kurzzeitpsychotherapie. Invirto arbeitet dabei mit von einer Virtual-Reality-Brille projizierten Szenen. Die Bilder sind digital - die Patienten erleben die Ängste allerdings wie im echten Leben als sehr real.

App erfasst psychische Verfassung und bietet Hilfen

Kernstück der vom Hamburger Start-up Sympatient entwickelten Therapie ist die Konfrontation mit angstauslösenden Situationen nach therapeutischen Prinzipien. Im Behandlungsverlauf erfasst die App regelmäßig die psychische Situation anhand eines Fragenkatalogs. Sollte es ihnen schlechter gehen, haben sie direkten Zugang zu Notfallnummern und können sofort hilfreiche Übungen wiederholen. In Krisenfällen nehmen spezialisierte Mitarbeiter der Klinik mit den Teilnehmern direkt Kontakt auf.

Konzept mit dem Hamburger Gründerpreis ausgezeichnet

Das vor zwei Jahren aus einer wissenschaftlichen Studie am UKSH heraus gegründete Unternehmen Sympatient hat die Invirto-Therapie entwickelt. Das zehnköpfige Team wurde im September 2019 mit dem Hamburger Gründerpreis ausgezeichnet.

Weitere Infos unter www.invirto.de sowie unter Invirto - Die Therapie gegen Angst .