Dresden, 2. August 2021. Die Leistungsausgaben der Techniker Krankenkasse (TK) betrugen für Sachsen im Jahr 2020 rund 714 Millionen Euro. Das sind 42 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Das bedeutet eine Ausgabensteigerung von 6,31 Prozent. Jede und jeder der 226.000 Versicherten im Freistaat hat statistisch gesehen im Jahr 2020 medizinische Leistungen in Höhe von 3.159 Euro erhalten. Damit liegt Sachsen über dem Bundesdurchschnitt von 2.846 Euro und hat im Bundesländervergleich die dritthöchsten Pro-Kopf-Ausgaben nach Sachsen-Anhalt und Thüringen. 

Höchster Ausgabenanstieg bei Arzneimitteln

Am höchsten gestiegen sind mit knapp acht Prozent die Kosten für Arzneimittel. Sie lagen bei der TK in Sachsen bei knapp 146 Millionen Euro (647 Euro je Versicherte bzw. Versichertem).

Wie in den Jahren zuvor stellten die Aufwendungen für Krankenhausbehandlungen den größten Ausgabenposten dar: Sie beliefen sich auf 214 Millionen Euro - 948 Euro je Versicherte und Versichertem - und legten damit um 6,48 Prozent zum Vorjahr zu. 

Für ambulante ärztliche Behandlungen wurden bei der TK Sachsen im vorigen Jahr pro Kopf im Schnitt 644 Euro ausgegeben. Die sächsischen Zahnärztinnen und Zahnärzte haben 46 Millionen Euro von der TK erhalten. Mit 203 Euro je TK-versicherter Person liegen sie knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 205 Euro je Versicherter oder Versichertem.

Geringe Verwaltungskosten

Bundesweit weist der Geschäftsbericht der TK Leistungsausgaben in Höhe von mehr als 30 Milliarden Euro aus. Die Verwaltungsausgaben Deutschlands größter Krankenkasse (mittlerweile mehr als 10,78 Millionen Versicherte) liegen mit 109 Euro pro Kopf deutlich unter dem Durchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung, der nach amtlichen Statistiken bei 162 Euro liegt.