Das Finanzergebnis Techniker Krankenkasse weist für das erste Quartal ein Defizit von 658 Millionen Euro aus. Einen detaillierten Überblick gibt Die TK in Zahlen für das 1. Quartal 2020 (PDF, 38 kB) .  Dieses Ergebnis ist jedoch im Wesentlichen auf vorab geplante Sondereffekte zurückzuführen - dazu gehören unter anderem Zahlungen in den Pensionsfonds. Ein weiterer Faktor sind geplante Mindereinnahmen, die durch den stark unterdurchschnittlichen Zusatzbeitrag der TK von 0,7 Prozent entstanden sind. Damit kommt die TK der gesetzlichen Verpflichtung zum Abbau der Finanzreserven nach. Die Bilanz macht außerdem deutlich, dass sich der Anstieg bei den Leistungsausgaben - von dem die gesamte GKV betroffen ist - weiter fortsetzt.

Da sich die Zahlen nur auf den Zeitraum bis Ende März beziehen, lassen diese noch keine aussagekräftigen und validen Rückschlüsse auf die Corona-Pandemie zu. Zu erkennen ist, dass in den letzten beiden März-Wochen in einigen Leistungsbereichen wie im Krankenhaus oder bei den Zahnärzten vor dem Hintergrund des Coronavirus die Leistungsinanspruchnahmen zurückgegangen ist. Derzeit ist jedoch beispielsweise noch nicht absehbar, welche Nachholeffekte es geben wird und wie sich das Corona-Geschehen weiter entwickelt.

In diesem Zusammenhang wichtig: Viele Maßnahmen in Bezug auf die Covid-19-Pandemie wurden und werden derzeit aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds entnommen. Im Interview erläutert TK-Politikchef Prof. Dr. Volker Möws wie der Fonds aufgestellt ist und was die Belastungen für die Finanzentwicklung der Kassen bedeuten.

In der Mediathek finden Sie Infografiken zu der Kostenentwicklung der Leistungsausgaben der GKV. 

Schwerpunkt: Finanzen

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