Mainz, 13. August 2020. Im vergangenen Jahr hat die Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz mehr als 1,3 Milliarden Euro für die Versorgung ihrer Versicherten aufgewandt. Damit stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Jahr 2018 um 105 Millionen Euro, was eine Steigerung von 8,6 Prozent bedeutet. Jeder der rund 485.000 TK-Versicherten im Land erhielt statistisch gesehen Leistungen im Wert von 2.765 Euro.

Größter Einzelposten: Ausgaben für den stationären Sektor

Den größten Einzelposten stellten die Ausgaben für die Krankenhäuser dar: Sie beliefen sich auf 868 Euro je Versicherten und legten damit um rund 2,9 Prozent zu. Die Aufwendungen für ambulante ärztliche Behandlungen betrugen rund 562 Euro pro Kopf (plus 5,4 Prozent), für Arzneimittel waren es 501 Euro (plus 7,4 Prozent). Für zahnärztliche Leistungen wurden für jeden rheinland-pfälzischen TK-Versicherten 204 Euro ausgeben (plus 2,1 Prozent). 630 Euro (plus 11,4 Prozent) pro Kunde flossen in sonstige Leistungen, darunter fallen zum Beispiel Fahrtkosten oder Heil- und Hilfsmittel.

Versichertenwachstum und geringe Verwaltungskosten

Der Kundenzuwachs belief sich im abgelaufenen Jahr in Rheinland-Pfalz auf rund 12.000 Versicherte, bundesweit wurden fast 245.000 Neuzugänge gezählt. Deutschlandweit versichert die TK nun mehr als 10,67 Millionen Versicherte, davon 492.000 in Rheinland-Pfalz. Der Geschäftsbericht der TK weist bundesweit Leistungsausgaben in Höhe von gut 28 Milliarden Euro aus. Die Verwaltungsausgaben liegen mit 107 Euro je Versicherten deutlich unter dem Durchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung (152 Euro). Weitere Angaben enthält der Geschäftsbericht, der online zur Verfügung steht.