München, 6. August 2021. Mehr als 3,7 Milliarden Euro hat die Techniker Krankenkasse (TK) im vergangenen Jahr für die medizinische Versorgung ihrer Versicherten in Bayern aufgewendet. Das sind über 240 Millionen Euro mehr als im Vorjahr 2019 und bedeutet eine Steigerung von rund sieben Prozent innerhalb eines Jahres. "Rechnerisch geben wir damit im Freistaat in jeder Minute über 7.000 Euro für unsere Kundinnen und Kunden aus", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. 

Ausgabenanstieg ein Vielfaches über der Inflationsrate 

Auch die Leistungsausgaben je Versicherten erhöhten sich. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie von 2.566 auf 2.658 Euro an. Das war ein Plus von 3,6 Prozent - sieben Mal mehr als die Inflationsrate von 0,5 Prozent im Jahr 2020. Den größten Teil der Ausgaben machten im vergangenen Jahr mit knapp 754 Euro pro Kopf die Kosten für Krankenhausbehandlungen aus (+ 0,2 Prozent im Vergleich zu 2019), gefolgt von denen für ärztliche Behandlungen mit 657 Euro pro Kopf (+ 7,9 Prozent). Die Kosten für Arzneimittel lagen an dritter Stelle und  beliefen sich mit einem Plus von rund 6,4 Prozent auf rund 454 Euro pro Versicherten. 

Mehr Versicherte und unterdurchschnittliche Verwaltungskosten

Ende 2020 waren rund 1,4 Millionen Menschen aus Bayern bei der TK versichert. Damit verzeichnet sie einen Zuwachs von rund 39.000 Personen im Jahr 2020. Bundesweit waren Ende 2020 rund 10,7 Millionen Menschen TK-versichert. Die Ausgaben für die medizinische Versorgung stiegen in ganz Deutschland auf mehr als 31 Milliarden Euro und damit um 4,2 Prozent je Versicherten. Die Verwaltungsausgaben stiegen im gleichen Zeitraum nur um 1,6 Prozent auf knapp 109 Euro pro Kopf an. Die TK liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung von rund 160 Euro je Versicherten. Weitere Zahlen und Informationen rund um das Geschäftsjahr 2020 gibt es im aktuellen TK-Geschäftsbericht.