Dresden, 28. Juli 2020. Die Leistungsausgaben der Techniker Krankenkasse (TK) betragen für Sachsen im Jahr 2019 672 Millionen Euro. Das sind 44 Millionen mehr als im Jahr zuvor und das bedeutet eine Ausgabensteigerung von knapp sieben Prozent. Jeder der 226.000 Versicherten im Freistaat hat statistisch gesehen im Jahr 2019 medizinische Leistungen in Höhe von 2.986 Euro erhalten.

Den größten Posten stellten dabei die Aufwendungen für Krankenhausbehandlungen dar: Sie belaufen sich auf 200 Millionen Euro - 890 Euro je sächsischen Versicherten - und legen damit um 3,81 Prozent zum Vorjahr zu.

Sachsen bei Kosten für Ärzte im Ländervergleich vorn

Im Ländervergleich sind die Pro-Kopf-Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlungen in Sachsen im letzten Jahr mit 615 Euro am höchsten. Nur die Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg geben je Versicherten mehr für niedergelassene Ärzte aus. 

Die Kosten für Arzneimittel erreichen bei der TK in Sachsen knapp 135 Millionen Euro (600 Euro je Versicherter = plus 9,59 Prozent). 

Größte Kostensteigerung bei sonstigen medizinischen Leistungen

Sonstige Leistungen - dazu zählen zum Beispiel Heil- und Hilfsmittel - haben mit 10,80 Prozent die größte Kostensteigerung und schlagen mit rund 677 Euro je sächsischen Versicherten zu Buche. Damit liegen sie 64 Euro je Versicherten über dem Bundesdurchschnitt. 

Die sächsischen Zahnärzte haben 45 Millionen Euro von der TK erhalten. Mit 204 Euro je TK-Versicherten liegen sie knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 206 Euro je Versicherten.

Geringe Verwaltungskosten

Bundesweit weist der Geschäftsbericht der TK Leistungsausgaben in Höhe von gut 28 Milliarden Euro aus. Die Verwaltungsausgaben Deutschlands größter Krankenkasse (mittlerweile mehr als 10,66 Millionen Versicherte) liegen mit 107 Euro je Versicherten deutlich unter dem Durchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung (152 Euro).