Für mich bedeutet Gesundheit nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern körperliches, geistiges und soziales Wohlergehen. Deshalb finde ich es einen wichtigen Schritt, dass sich der Senat zum "Health in all policies"-Ansatz bekannt hat: gesundheitliche Chancengerechtigkeit soll als Querschnittsaufgabe in allen Themenbereichen des Senats berücksichtigt werden. Mein Ziel ist, dass wir gesundheitlich fördernde Lebensverhältnisse schaffen. Deshalb werden wir integrierte Gesundheitszentren in den Quartieren aufbauen, die sozial vor besonderen Herausforderungen stehen. Dafür werden wir den öffentlichen Gesundheitsdienst stärken und mit den Krankenhäusern, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, neuen Hebammenzentren und therapeutischen, sozialen und Verbraucherschutzangeboten vernetzen. So wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern umfassend unterstützen, geschlechter-spezifisch und kultursensibel: ganz konkret vor Ort. Dadurch soll insbesondere auch unsere erfolgreiche Präventionsarbeit verstärkt werden: indem die unterschiedlichen Krankheits- und Suchtrisiken von Frauen und Männern, Kindern und Alten, der Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten berücksichtigt werden. Gerade im Bereich psychischer Krankheiten werden wir eine solche wohnortnahe, niedrigschwellige und ambulante Versorgung. Die wohnortnahe Versorgung soll auch bei der Verteilung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung ausgeglichener und gerechter gestaltet werden. Um eine hochqualitative Krankenhausversorgung im Land sicherzustellen, werden wir die Krankenhausinvestitionen schrittweise für alle Krankenhäuser bis 2023 verdoppeln.

Eine der großen Herausforderungen vor der wir stehen, ist die Fachkräftesicherung im Gesundheits- und Pflegebereich - dazu gehört insbesondere auch die Entlastung der Pflegenden und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern. Wir werden die Ausbildungsplatzzahlen deutlich erhöhen, wir schaffen neue Studienplätze in der Pflege und werden dreimal so viele Hebammen im Land ausbilden wie bisher. In Zeiten steigender Geburtenzahlen ist es wichtig, dass wir weitere hebammengeleitete Kreißsäle aufbauen und den Aufbau von Hebammenzentren in unterversorgten Stadtteilen unterstützen. Auf Bundesebene treten wir für verbindliche Personalbedarfe in Krankenhäusern und allgemein verbindliche Tarifverträge ein.