TK: Frau Bätzing-Lichtenthäler, wie sehen Sie die Chancen für die Digitalisierung im Gesundheitswesen durch die Corona-Pandemie?

Sabine Bätzing-Lichtenthäler: Im Bereich der gesundheitlichen Versorgung und im Hinblick auf Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bietet die Digitalisierung neue Optionen und Möglichkeiten. Deutsche IT-Unternehmen arbeiten an einer App, die die Nachverfolgung der Kontaktpersonen erleichtern wird. Dabei muss der voranschreitende Digitalisierungsprozess aber immer unter Einbeziehung der Interessen der Betroffenen und besonders unter Einhaltung aller rechtlichen Rahmenbedingungen gestaltet und ausgeübt werden.

Aber auch ganz unabhängig von der derzeitigen Herausforderung durch die Corona-Pandemie ergeben sich neue Möglichkeiten. Das Pilotprojekt der telemedizinischen Assistenz sieht vor, bestimmte ärztliche Tätigkeiten auf eine nichtärztliche Praxisassistenz zu übertragen. Diese kann Hausbesuche mit einem "Telemedizin-Koffer" durchführen und bei Bedarf den Arzt oder die Ärztin z. B. per Videotelefonie hinzuschalten. Dies sorgt für Entlastungen, so bleiben lange Anfahrtswege erspart, und hat im Ergebnis vielfältige positive Effekte auf die gesundheitliche Versorgung.

Sabine Bätzing-Lich­tent­häler

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Gesundheitsministerin Rheinland-Pfalz