Das Wahlprogramm "GERECHTIGKEIT! NUR MIT UNS." bildet gemeinsam mit dem Leitbild MV 2020+ die Zukunftsvorstellung der Linken in Mecklenburg-Vorpommern ab. 

Insgesamt bescheinigt die Linke der Gesundheitsbranche in M-V ein großes Zukunftspotenzial. Die Vorstellungen zur Zukunft der medizinischen Versorgung fallen insgesamt aber nicht so detailliert aus, wie z. B. bei der SPD.

Gesundheitswirtschaft weiter stärken

Die Linke bescheinigt der Gesundheitsbranche ein großes Zukunftspotenzial. Die Partei möchte in Zukunft allerdings Detailverbesserungen vornehmen. Einen Handlungsschwerpunkt bilden dabei verlässliche Rahmenbedingungen für die Branche und das Branchennetzwerk BioCon Valley®. Ausgehend von dieser strukturellen Rahmensetzung, soll die Gesundheits- und Tourismus- Wirtschaft stärker miteinander verknüpft werden. Die Linken erhoffen sich davon einen weiteren Zuwachs in der wachsenden Sparte des Gesundheitstourismus.

Prävention und Gesundheitsförderung ausbauen

Die Linke setzt in ihrem Programm einen Schwerpunkt auf die Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrer. Dabei zielt sie neben gesundheitsförderlichen Maßnahmen auch auf die Möglichkeit eines früheren Renteneintritts ab. Ebenso möchte die Partei den Sport im Land stärken. Die Linken möchten damit vor allem dafür sorgen, dass positive Gesundheitseffekte in allen Altersklassen auftreten und die Menschen in unserem Bundesland länger und gesünder leben.

Wir als Techniker Krankenkasse bearbeiten beide von der Partei fokussierten Schwerpunkte intensiv. Als eine der ersten Krankenkassen haben wir uns den spezifischen Gesundheitsherausforderungen von Lehrerinnen und Lehrern angenommen. Mit Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf (AGiL) bieten wir ein seit über 15 Jahren bewährtes und wissenschaftlich evaluiertes Training zur Gesundheitsförderung von pädagogischen Fachkräften. Weiterhin setzen wir uns gemeinsam mit den weiteren Sozialversicherungsträgern und den zuständigen Ministerien für gute Gesundheitsbedingungen an den Schulen des Landes ein.

Gesundheitsversorgung mit starker staatlicher Verantwortung

Für die Linken ist der Ärztemangel, vor allem in ländlichen Regionen und Kleinstädten, ein zentrales Problem unseres Gesundheitssystems. Dabei betrachten sie lange Wartezeiten, teure Zuzahlungen und weite Wege zu fachärztlicher Versorgung als größtes Versorgungshindernis. Eine stärkere Patientenorientierung soll diese Probleme beseitigen. Der erste Schritt dazu, soll die Einführung einer Bürgerversicherung in Kranken- und Pflege- Versicherung sein. Weitere Maßnahmenbausteine sind u. a. die Rücknahme aller Zuzahlungsregelungen für medizinisch notwendige Leistungen, eine langfristige Strategie zur Nachwuchsentwicklung und eine kleinräumigere kassenärztliche Bedarfsplanung. Die ambulanten Ärzte sollen, wenn es nach den Linken geht, infrastrukturelle Unterstützung vom Staat erfahren. 

Auch im stationären Bereich möchte die Linke eine stärkere Rolle des Staates. Insbesondere sollen Privatisierungen von Kliniken vermieden werden. Stattdessen soll das Land Mecklenburg-Vorpommern seinem rechtlichen Auftrag zur Investitionsförderung der Kliniken besser nachkommen. Erhebliches Einsparungspotential sehen die Linken durch eine bessere Gesundheitsprävention. Basierend auf der den Gesundheitszielen des Landes sollen mit einer Präventionsoffensive chronischer Erkrankungen in der Bevölkerung verhindert werden. 

Aus Sicht der TK und im Interesse unserer Versicherten sprechen wir uns ebenfalls für eine ambitionierte Investitionsplanung für die Krankenhäuser des Landes aus. Dabei dürfen die Chancen durch das Krankenhauszukunftsgesetz nicht unterschlagen werden. Allerdings vertreten wir auch gegenteilige Auffassungen, z. B. wenn es um das Thema Bedarfsplanung geht. Aus unserer Sicht ist ein kleinteiligerer Ansatz nicht zielführend. Denn wenn die Angebote in noch kleineren Einzugsräumen geplant werden, gehen sektoren- und regionen- übergreifende Synergien vollends verloren. Stattdessen machen wir uns für einen einheitlichen Planungsprozess des stationären und ambulanten Sektors stark. Gleichzeitig sehen wir die Notwendigkeit, übergreifender zu planen. Patientenbedarfe richten sich nicht nach kleinräumigen Planungs- oder Verwaltungs- Grenzen. Daher benötigen wir ein größeres Gesamtbild, um vorhandene Angebotsstrukturen und individuellen Behandlungsnotwendigkeiten besser abzustimmen.