Kiel, 12. April 2022. Über 80 Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein würden telemedizinische Angebote nutzen. Das zeigt die repräsentative Forsa-Umfrage  Monitor Gesundheit SH  im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zur Landtagswahl 2022. Ziel war es herauszufinden, was den Menschen in Schleswig-Holstein bei der digitalen Transformation des Gesundheitswesens wichtig ist und wie sie dieser gegenüberstehen.

Norddeutsche halten Telemedizin und digitale Patientendaten für wichtig 

Mit zunehmender Digitalisierung in Arztpraxen und Krankenhäusern entstehen neue Versorgungsmöglichkeiten. Deshalb hat die TK gefragt, worauf es den Menschen in Schleswig-Holstein besonders ankommt. Die Umfrage zeigt: 97 Prozent ist besonders wichtig, dass der fachliche Austausch zwischen Ärztinnen und Ärzten gefördert wird - wie etwa bei Fragen zu Diagnosen und Behandlungswegen. Als (sehr) wichtig wird auch die schnelle Verfügbarkeit von Patientendaten aus vorherigen Behandlungen empfunden (95%). Drittens halten die Norddeutschen es für (sehr) wichtig, dass medizinische Expertinnen und Experten im Notfall dazu geschaltet werden können - wie etwa, wenn diese in ländlichen Regionen nicht zeitnah vor Ort sein können (83%). "Gerade ein Land wie Schleswig-Holstein mit seinen ländlichen Regionen und den Inseln wird von den Potenzialen der Digitalisierung profitieren. Um diese schnellstmöglich zu entfalten, müssen alle Beteiligten des Versorgungssystems in Schleswig-Holstein in gemeinsamer Anstrengung zusammenarbeiten", betont Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung in Schleswig-Holstein. Konkrete Vorschläge für die Erarbeitung eines gemeinschaftlichen digitalen Zielbildes für Schleswig-Holstein hat die TK in einem Positionspapier festgehalten.

Das ist den Menschen in Schleswig-Holstein beim Thema Gesundheit wichtig. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Offen für ärztliche Videounterstützung, Online-Terminvergabe und digitale Begleitung 

Digitalisierte Behandlungsmöglichkeiten und Prozesse werden von Arztpraxen und Krankenhäusern zunehmend angeboten. Deshalb hat die TK gefragt, welche Angebote die Menschen in Schleswig-Holstein annehmen würden. Die Umfrage zeigt: 82 Prozent würden Hausbesuche von medizinischen Fachangestellten oder Pflegekräften mit Videounterstützung durch ärztliches Personal nutzen - beispielsweise, um so von zu Hause aus schneller behandelt werden zu können. Jeweils 80 Prozent würden auch eine Online-Terminvergabe bei Ärztinnen und Ärzten annehmen sowie eine digitale Begleitung bei chronischen Erkrankungen - etwa zur regelmäßigen Überprüfung der Gesundheitswerte bei Diabetes oder Herzinsuffizienz. "Dort, wo ärztliches Personal fehlt oder nicht permanent vor Ort sein kann, bietet die Digitalisierung Chancen, zeitliche und räumliche Entfernungen zu überbrücken. Dass die Menschen in Schleswig-Holstein solche Angebote nutzen würden, bestärkt den Sinn, das Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen", so Schmidt-Bodenstein.

Diese digitalen Möglichkeiten würden die Menschen in Schleswig-Holstein nutzen wollen. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Digitale Leuchtturmprojekte setzen Wünsche der Norddeutschen um

Um die medizinische Versorgung in Schleswig-Holstein weiter zu verbessern, treibt die TK gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnerinnen und Projektpartnern digitale Pilotprojekte voran. Ein Beispiel ist das Behandlungsmodell KULT-SH , das den Alltag von krebskranken Kindern und Jugendlichen mittels digitaler Erfassung von Gesundheitswerten erleichtert. Eine fachliche Betreuung in den eigenen vier Wänden ermöglicht auch die hybride Physiotherapie Virtual Training . Per App können die Erkrankten jederzeit und an jedem Ort auf ihren Trainingsplan zugreifen. Dem Wunsch nach schnell verfügbaren Patientendaten hat sich die TK bei der Umsetzung der elektronischen Patientenakte (ePA) - dem TK-Safe - angenommen. "Über Leuchtturmprojekte können die Möglichkeiten und der Nutzen von digitalen Lösungen sichtbar gemacht werden. Deshalb ist es wichtig, dass der Versorgungssicherungsfonds als Förderinstrumente des Landes auch weiterhin die Erprobung und Vermittlung neuer Versorgungsätze ermöglicht", so Schmidt-Bodenstein. 

Hinweis für die Redaktion

Der Versorgungssicherungsfonds fördert innovative Konzepte, die eine flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung erhalten, stärken oder weiterentwickeln. Ziel ist die Sicherung und der Erhalt der medizinischen Grundversorgung in der Fläche.
Für die Befragung "Monitor Gesundheit SH" hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK im Januar 2022 in Schleswig-Holstein 500 Erwachsene repräsentativ befragt. Die Ergebnisse geben ein Stimmungsbild dazu, was den Menschen in Schleswig-Holstein beim Thema Digitalisierung wichtig ist und wie sie dieser gegenüberstehen.