Meine ersten beruflichen Erfahrungen im Gesundheitsbereich sammelte ich bereits vor meiner Zeit bei der TK. Aus meinem Studium und meiner Zeit als Trainee im betrieblichen Gesundheitsmanagement weiß ich, wie komplex Entscheidungsprozesse im deutschen Gesundheitswesen sein können. Für meinen späteren Berufsweg kann ein detaillierter Blick ins Gesundheitswesen nicht schaden, dachte ich mir. Grund genug einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und selbst an einer noch besseren Gesundheitsversorgung mitzuwirken. 

Digitale Versorgung leicht gemacht

Wie herausfordernd es ist, eine flächendeckende medizinische Versorgung sicherzustellen, kenne ich aus meiner ländlichen Heimat. Digitale Versorgungsangebote sind für mich daher eine spannende Option, um z. B. lange Fahrzeiten zu sparen. Dies kommt besonders älteren und körperlich eingeschränkten menschen zugute, die durch die neuen Angebote entlastet werde. Die zahlreichen digitalen Versorgungsangebote der TK in Mecklenburg-Vorpommern haben mich sehr beeindruckt. Fast jedes medizinische Leistungsangebot scheint mir mit einer digitalen Komponente noch zugänglicher, effektiver und zugleich effizienter zu sein. Der Ansatz, telemedizinische Versorgungsleistungen ergänzend und nicht substituierend anzubieten, gefällt mir ausgesprochen gut! Ob elektronische Patientenakte, Telekonsil oder E-Rezept, die Erfahrungen und Einblicke in die Ideenschmiede des Gesundheitswesens werde ich auch auf meinem zukünftigen Weg nicht vergessen. 

Auch mit Blick auf die aktuellen Versorgungsherausforderungen im Land, wie zum Beispiel dem Facharztmangel und den Entwicklungen rund um die Kliniken Crivitz und Parchim, wird deutlich, wie wichtig innovative Ideen für die medizinische Versorgung der Menschen im und auf dem Land sind. Eines ist mir dabei besonders wichtig: Die virtuellen und digitalen Behandlungsmöglichkeiten sollen den persönliche Arzt-Patienten Kontakt nicht ersetzen, sondern ergänzen. 

Arbeiten während der Corona-Pandemie

Wie funktioniert das Gesundheitswesen ohne persönlichen Kontakt? Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte ich diese spannende Frage für mich beantworten. Zu Beginn meines Praktikums hatte ich die Veranstaltungshöhepunkte TK-Jahresempfang und Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft im Blick. Allerdings kristallisierte sich schnell heraus, dass diese Events in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden. Weiterhin war es in der ersten Zeit meines Praktikums möglich, an politischen Gespräche außer Haus teilzunehmen. Durch die schnelle Verbreitung des Virus und die ergriffenen Gegenmaßnahmen, war dies später nicht mehr denkbar. Auch die weiteren Bestimmungen der Regierung und des Unternehmens zur Wahrung der Gesundheit aller Beschäftigten, wirkten sich auf meinen Arbeitsalltag aus. Die Einhaltung des Mindestabstands und die Hygieneregelungen fühlten sich zuerst befremdlich an, waren aber für die Eindämmung des Virus aus meiner Sicht unerlässlich. Auch die Arbeitsabläufe änderten sich. Das tägliche Monitoring des Pandemie-Verlaufs wurde ebenso fester Bestandteil meiner Arbeitsroutine, wie Video-Calls und Webinare. Mit dem Fortschreiten der Pandemie tauchten auch viele neue Themenfelder auf. Die Umsetzung der Reha- und Pflege- Rettungsschirme und der damit verbundenen unbürokratischen Hilfe für die Einrichtungen im Land, haben mich besonders fasziniert. 

Es ist gut zu wissen, dass die Gesundheitsversorgung im Ernstfall reibungslos funktioniert und dennoch ist es mir lieber, wenn die Patienten von modernster Versorgung profitieren können, statt es zu müssen.

Erfahrungen während meines Praktikums

Das Praktikum während der Corona-Krise war sehr besonders. Im Angesicht der Krisensituation und den adaptierten Abläufen im Gesundheitswesen, habe ich gelernt, wie viel leistungsfähiger schlanke Prozess- und Entscheidungsstrukturen sind. Insbesondere auch, wie die Akteure der Versorgung auf die Pandemie reagiert haben und welche Maßnahmen zur Bewältigung getroffen wurden, sind Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Weiterhin verstärkte die Krisensituation die übergreifende  Zusammenarbeit, so konnte ich während meines Praktikums einen raschen Einblick zu den unterschiedlichsten Themenbereichen, wie zum Beispiel den gesundheitspolitischen Baustellen im Bundesland oder den brandneuen Versorgungsverträgen, erlangen.