Saarbrücken, 21. März 2022. Über 700.000 Saarländerinnen und Saarländer sind dazu aufgerufen, per Brief oder am 27. März in den Wahllokalen die neuen Abgeordneten des Landtags zu wählen.

Um ein Stimmungsbild zur Gesundheitspolitik und -versorgung zu erhalten, hat die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) im Januar 2022 eine repräsentative Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben. Ein Thema dabei waren die Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Befragte wollen Patientendaten schnell verfügbar haben

Diese werden von den Saarländerinnen und Saarländern positiv bewertet: So gaben 98 Prozent der Befragten an, dass der über digitale Technologien schneller mögliche fachliche Austausch zwischen Ärztinnen und Ärzten wichtig oder sehr wichtig ist. 94 Prozent ist die schnelle Verfügbarkeit von Patientendaten aus vorherigen Behandlungen wichtig. 80 Prozent finden es wichtig, dass im Notfall medizinische Expertinnen und Experten per Video zugeschaltet werden können. Die Vermeidung von Doppeluntersuchungen und langen Anfahrtswegen durch digitale Möglichkeiten befürworten 77 beziehungsweise 76 Prozent.

Was den Menschen im Saar­land bei der Digi­ta­li­sie­rung im Gesund­heits­wesen wichtig ist

TK-Infografik: Wichtige Maßnahmen durch die Digitalisierung des Gesundheitswesens im Saarland Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Das ist den Menschen im Saarland bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen wichtig. Repräsentative Umfrage zur Landtagswahl 2022.

"Besonders das Ergebnis zur Verfügbarkeit von Patientendaten ist interessant. Die deutliche Zustimmung zeigt, wie wichtig eine funktionierende elektronische Patientenakte für die Patientinnen und Patienten ist", sagt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland und verweist auf den TK-Safe. "Unsere Akte wird heute schon von über 250.000 TK-Versicherten genutzt. Es ist jetzt wichtig, dass auch die Anbindung an Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeheime störungsfrei gelingt", ergänzt Groh.

Altersunterschiede bei e-Rezept und Videosprechstunden

Auch für eine persönlichen Nutzung von verschiedenen Möglichkeiten der Digitalisierung sind die Saarländerinnen und Saarländer aufgeschlossen. 82 Prozent der Befragten würden eine digitale Begleitung bei chronischen Erkrankungen nutzen, um Gesundheitswerte regelmäßiger überprüfen zu lassen. Hausbesuche von qualifizierten Fachkräften, bei denen der Arzt oder die Ärztin nur virtuell zugeschaltet ist, würden 78 Prozent in Anspruch nehmen. Für die Nutzung einer Online-Terminvergabe bei Ärztinnen und Ärzten sprachen sich 76 Prozent aus. Elektronische Rezepte würden 67 Prozent nutzen, Videosprechstunden und Gesundheits-Apps jeweils jede oder jeder Zweite.

Diese digi­talen Möglich­keiten wollen Saar­län­der:innen nutzen

TK-Infografik: Welche digitalen Möglichkeiten Saarländer:innen nutzen wollen Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Saarländerinnen und Saarländer wollen diese digitalen Möglichkeiten nutzen. Repräsentative Umfrage zur Landtagswahl 2022.

Hier kann man vor allem beim Alter Unterschiede erkennen. Während in der Gruppe von 18 bis 39 Jahre 78 Prozent für das E-Rezept sind, sind es bei Menschen zwischen 40 und 59 Jahren 73 und bei der Gruppe Ü60 nur 55 Prozent. Ähnlich sieht es auch bei der Nutzung von Videosprechstunden aus. Zwei Drittel der Menschen unter 40 würden auf die Möglichkeit zurückgreifen, bei der mittleren Altersgruppe sind es 57 Prozent und bei den Menschen ab 60 Jahren 35 Prozent.

Hinweis für die Redaktion

Für die Trendbefragung #GesundheitimFokus hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Januar 2022 im Auftrag der TK im Saarland 300 Erwachsene repräsentativ befragt. Die Ergebnisse geben ein Stimmungsbild dazu, wie wichtig das Thema Gesundheitspolitik für die Wahlentscheidung zum neuen saarländischen Landtag ist, und wie zufrieden die Menschen mit dem Gesundheitswesen in ihrem Heimatbundesland sind.