Düsseldorf, 23. April 2019. Mit durchschnittlich 2,9 Fehltagen je Erwerbstätigen lagen psychische Erkrankungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) 2018 erstmals an der Spitze der Krankheitsstatistik, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) auf Basis ihres Gesundheitsreports mit. Es folgen der bisherige Spitzenreiter Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 2,8 Fehltagen und Atemweginfektionen mit 2,4 Krankheitstagen. Insgesamt fehlten die Erwerbstätigen in NRW an durchschnittlich 15,8 Tagen, ein Anstieg zum Vorjahr um fast drei Prozent.

Barbara Steffens, Leiterin der TK-Landesvertretung NRW sieht in der Entwicklung "ein deutliches Signal, dass viele Menschen durch das zunehmende Tempo in der Arbeitswelt, ständige Erreichbarkeit und wachsende Anforderungen belastet sind. Weil diese nicht immer zu verhindern sind, können hier auch innovative digitale Alternativen eine hilfreiche Unterstützung sein."

So bietet die TK unter anderem ein BurnoutCoaching , bei dem auch Techniken geübt werden, Stress zu vermeiden. Zusätzlich gibt es eine Online-Beratung zur Behandlung von Depressionen. Der TK-DepressionsCoach verbindet die klassische Psychotherapie mit den Vorteilen neuer Medien.

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2019, der im Sommer erscheint. Grundlagen bilden die bei der TK versicherten Erwerbspersonen. In NRW sind das etwa 1,25 Millionen. Dazu gehören sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie Empfänger des Arbeitslosengeldes I.