Die GWHH ist eine gemeinsame Tochter der Freien und Hansestadt Hamburg und der Handelskammer Hamburg. Insbesondere die Vernetzung von Anbietern und Akteuren in der Gesundheitswirtschaft in Hamburg ist eine Aufgabe der GWHH. Jan Quast, einer von zwei Geschäftsführern der Gesundheitswirtschaft Hamburg, erklärt in diesem aktuellen "Zur Sache" die Aufgaben und Ziele der GWHH. Darüber hinaus gibt er einen Ausblick auf das aktuelle Jahr.

TK: Herr Quast, was genau ist die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH und welche Aufgaben hat sie?

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Jan Quast

Quast:  Die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH wurde 2009 als Tochter der Freien und Hansestadt Hamburg und der Handelskammer Hamburg als Agentur für das Cluster Gesundheitswirtschaft gegründet. Wir unterstützten den Auf- und Ausbau von nachhaltigen Kooperationsstrukturen und Netzwerken von Anbietern und Akteuren, die in der Gesundheitswirtschaft engagiert sind. Wir sind aber auch selbst Initiatoren und Träger von Projekten zu wichtigen Zukunftsthemen wie der Digitalisierung, dem gesunden und selbstbestimmten Leben im Alter und zur Fachkräftesicherung. Unser Leitmotiv lautet "Kompetenzen bündeln, Gesundheitsstandort stärken!" Unterstützt werden wir dabei auch durch den Verein Gesundheitswirtschaft Hamburg e.V..

Da die Gesundheitswirtschaft eine Querschnittsbranche ist, haben wir nicht nur die Unternehmen und Institutionen des klassischen Gesundheitswesens im Fokus, sondern binden auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sowie Unternehmen der IT-, Medien- und der Kreativwirtschaft ein.

Was vielen nicht bewusst ist: Die Branche ist wichtiger Bestandteil der Wirtschaft.  Jeder 7. Beschäftigte in Hamburg arbeitet in der Gesundheitswirtschaft; dabei wird jeder 10. Euro erwirtschaftet. Die Bruttowertschöpfung der Branche belief sich 2015 in Hamburg auf rund 9,6 Mrd. Euro.

TK: Welche Bedeutung hat eHealth für die Gesundheitswirtschaft Hamburg?

Quast:  Wir fassen unter dem Stichwort eHealth die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Gesundheitswirtschaft und die Gesundheitsversorgung zusammen. Sowohl die stärkere Nutzung der Digitalisierung für die Verbesserung der Abläufe im Gesundheitswesen, wie beispielsweise durch die elektronische Patientenakte, als auch die Entwicklung von telemedizinischen Anwendungen und Applikationen für eine bessere Versorgung sind bedeutsam für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens. Als Clusteragentur ist es uns wichtig, diese Entwicklung voranzutreiben und die Akteure in unserer Branche zu informieren, zu vernetzen und bei der Entwicklung von eHealth-basierten Lösungen  zu unterstützen. Aus diesem Grund haben wir 2016 das eHealth-Netzwerk Hamburg gestartet.
Das Projekt, welches aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert wird, vernetzt Akteure der Gesundheitswirtschaft  zum Beispiel durch Netzwerk-Veranstaltungen, eine Online-Plattform und Beratungsgespräche. Besonders freuen wir uns über unsere neue Unternehmensdatenbank eHD@, welche seit Dezember online ist. Sie soll  Unternehmen verschiedener Branchen bei der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern für eHealth-Projekte in Hamburg helfen. Durch einen Branchen- und Expertisen-Filter wird die Suche nach geeigneten Partnern erleichtert.

Infobox

Jan Quast ist Angestellter der Stadt Hamburg und zurzeit in der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Abteilungsleiter für Gesundheitswirtschaft, Internationales und Beteiligungen. Seit 2015 umfasst diese Tätigkeit auch die Geschäftsführung der Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH (GWHH).

In seiner Zeit als Geschäftsführer hat die GWHH die EFRE-geförderten Projekte "AGQua - Aktive und Gesunde Quartiere Rübenkamp und Uhlenhorst" und das Clusterbrückenprojekt "eHealth-Netzwerk Hamburg" gestartet sowie die Aktivitäten zur Unterstützung der Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft intensiviert. Jan Quast ist seit 2001 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft.

TK: Können Sie einen kurzen Ausblick auf das Jahr 2018 geben?

Quast: In diesem Jahr setzen wir unsere vielfältigen Aktivitäten fort. Wir bieten regelmäßig Beratungstermine zum "Förderprogramm zur Stärkung und Förderung der Gesundheitswirtschaft" der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz an. Eine Reihe von Veranstaltungen sind in Planung und Vorbereitung.

So beteiligt sich unser Projekt "AGQua - Aktive und Gesunde Quartiere Rübenkamp und Uhlenhorst", welches sich mit der Thematik "Gesund Altern" befasst, an der Europawoche und bereitet für den 20. August eine Tagung zu "Gesundheit und Leben im Quartier" vor.

Das eHealth-Netzwerk wird am 13. Juni eine Veranstaltung mit intensiven Workshops zu verschiedenen Themen der Digitalisierung organisieren und am 29. August folgt dann als ein Highlight des Jahres der "eHealth-Day 2018", wobei das "Lernen von anderen Branchen" im Vordergrund steht.

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