TK: Herr Dr. Matheis, wie beurteilen Sie die medizinischen Maßnahmen, die während der Coronapandemie in Rheinland-Pfalz getroffen wurden?

Dr. Günther Matheis: Wir haben in Rheinland-Pfalz ausgesprochen unaufgeregt, effizient und gemeinsam einen Weg gefunden, der Pandemie zu begegnen. Sämtliche Landesverordnungen wurden in enger Abstimmung umgesetzt. Kliniken fuhren ihre Intensivkapazitäten hoch und verschoben Wahleingriffe. Fieberambulanzen und eigens eingerichtete Coronakrankenhäuser wurden realisiert. 

Die Bereitstellung von Schutzausrüstung sowohl für Praxen als auch für Kliniken hätte jedoch besser funktionieren können. 
Positiv ist, dass bei uns im Land die medizinischen Examina wie geplant abgehalten werden. Gleiches gilt für die MFA-Prüfungen. Ebenso sind nach kurzem Aussetzen sowohl Facharzt-, als auch Sprachprüfungen wieder angelaufen.

Jetzt ist es an der Zeit, einen schrittweisen Rückzug aus dem Krisenmodus zu wagen. Durch das Verschieben von Operationen stehen Betten leer; auch viele Praxen leiden unter Einbußen. Und Sorge bereitet uns, dass Patienten mit ernsthaften Erkrankungen derzeit nicht den Arzt aufsuchen. 

Dr. Günther Matheis

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Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz