Unter dem Eindruck der Coronapandemie - die ebenfalls im Saal deutlich wurde: Durch die Einhaltung der 2G-Regelung konnten weniger Gäste als in den Jahren zuvor teilnehmen - eröffnete Kongresspräsident Prof. Heinz Lohmann den 16. Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg, der inhaltlich von den Lehren aus der Coronakrise und den Aussichten auf eine neue Bundesregierung geprägt war.  

Als Vertreterin der Freien und Hansestadt Hamburg hielt Dr. Silke Heinemann, Leiterin des Amts für Gesundheit der Sozialbehörde, ein Grußwort. Sie sei den Veranstaltern dankbar, dass sie sich der Aufgabe angenommen haben, den Kongress unter 2G durchzuführen. Schließlich sei es sehr wichtig, sich mit der Coronakrise auseinanderzusetzen. Weiterhin sprach Heinemann Zukunftsthemen an, die ihrer Meinung nach künftig eine entscheidende Rolle spielen werden. Darunter unter anderem den Abbaut der Sektorengrenzen, die Fachkräftefrage eine Gemeinschaftsaufgabe sei, die es zu lösen gäbe und der öffentliche Gesundheitsdienst weiter ausgebaut werden müsse.

Dr. Jens Baas

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TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas beim Eröffnungspanel des 16. Gesundheitswirtschaftskongresses.

Nicht die Coronapandemie sondern insbesondere teure Gesetze führen zu langfristig steigenden Leistungsausgaben und einem Finanzierungsdefizit. Wir brauchen daher auch langfristige Lösungen, um die Finanzierung für die Zukunft sicher aufzustellen. Dr. Jens Baas, TK-Vorstandsvorsitzender

In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der auch Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzenden der Techniker Krankenkasse (TK), teilnahm, wurden die großen politischen Themen zur Struktur der Versorgung, Digitalisierung, Pflege und Finanzierung diskutiert. Mit Blick auf die Finanzierung des Gesundheitswesens sagte Baas: "Wir hatten in der Vergangenheit relativ viel Geld im System, aber diese Phase wurde von der Politik nicht genutzt, um strukturelle Probleme anzugehen. Nicht die Coronapandemie sondern insbesondere teure Gesetze führen zu langfristig steigenden Leistungsausgaben und einem Finanzierungsdefizit. Wir brauchen daher auch langfristige Lösungen, um die Finanzierung für die Zukunft sicher aufzustellen." Ebenso kritisierte Baas, dass sich der Staat immer mehr in die Selbstverwaltung einmische. 

Medizin inno­va­tiv: ePA forciert digi­tale Trans­for­ma­tion

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Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, nimmt an dem Panel zur Vorstellung der elektronischen Patientenakte "TK-Safe" teil.

Damit die ePA wahrhaftig das Herzstück der digitalen Versorgung werden kann, muss sie ein Absprungpunkt für alle Belange rund um die eigene Gesundheit werden. Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg

Im Panel "Medizin innovativ: ePA forciert digitale Transformation", sprach sich Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, für eine aktive Nutzung der ePA aus, "damit die ePA wahrhaftig das Herzstück der digitalen Versorgung werden kann, muss sie ein Absprungpunkt für alle Belange rund um die eigene Gesundheit werden". Die Diskutanten waren sich einig, dass die Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt der Entwicklung stehen müssen. 

Hintergrund

Mehr Lesestoff über die zwei Kongresstage des #GWK21 bietet der Twitteraccount @TKinHH. Im Interviewformat Zur Sache berichtet Maren Puttfarcken, welchen individuellen Eindruck sie in diesem Jahr vom Kongress mitgenommen hat.