Seit 2013 gibt es die "Hamburger Landeskonferenz". Hier beraten Vertreter verschiedener Bereiche der Gesundheitsversorgung über aktuelle Hamburger Themen. Ziel ist es, sektorenübergreifende Problemfelder zu definieren und gemeinsame Empfehlungen zur Verbesserung auszusprechen. 

Seit 2018 hat die "Hamburger Landeskonferenz" zusätzlich die Aufgabe,  sich mit der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit in der Versorgung von Pflegebedürftigen zu befassen. Deshalb sind seitdem auch Vertreter der Pflege, Patienten und Senioren am Austausch beteiligt. 

Die Techniker Krankenkasse (TK) ist Mitglied im Gremium und sieht in der Mitarbeit gute Chancen für einen offenen Austausch zu sektorenübergreifenden Versorgungsthemen. Da gerade ältere und hochbetagte Menschen auf eine gute Vernetzung der medizinischen und pflegerischen Hilfsangebote angewiesen sind, begrüßen wir die Einbeziehung des Pflegebereichs. 

Die "Hamburger Landeskonferenz" trifft sich in der Regel einmal pro Jahr. Unterjährig arbeiten die beteiligten Institutionen konkrete Versorgungsprobleme in Arbeitsgruppen auf und empfehlen geeignete Maßnahmen. 

Aktuelle Themen der "Hamburger Landeskonferenz" sind die Durchsetzung einer gezielten Antibiotika-Therapie und die Reduzierung von Resistenzen sowie Maßnahmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz. In den Jahren 2019 und 2020 wird sich die Hamburger Landeskonferenz mit einer gemeinsamen Digitalisierungsstrategie in Gesundheit und Pflege in Hamburg befassen.

Hintergrund

Seit dem 1. Januar 2012 haben die Bundesländer die Möglichkeit, per Landesgesetz ein sogenanntes  "Gemeinsames Landesgremium" nach § 90 a SGB V zu bilden. Hamburg hat diese Möglichkeit mit dem Gesetz zur "Bildung einer Landeskonferenz Versorgung und zur Änderung des Hamburgischen Krankenhausgesetzes" schnell genutzt. Mit dem Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes III im Jahr 2017 konnte Hamburg die "Hamburger Landeskonferenz" um die neuen Aufgaben eines sektorenübergreifenden Landespflegeausschusses ergänzen.